Bestände mit Stopp absichern
Analysten sehen Dax-Unterstützung bei 3000 Punkten

Die Unterstützung bei knapp 3 000 Punkten im Dax ist derzeit Dreh- und Angelpunkt bei den Prognosen der technischen Analysten.

vwd FRANKFURT. So meinen Heinz Stork von der Nols AG und Achim Matzke von Commerzbank Securities - European Index Research (ComSec), der Dax könnte sich nun an dieser Unterstützung stabilisieren. Thomas Amend von HSBC Trinkaus & Burkhardt empfiehlt, Bestände an der Marke von 2 974 Punkten mit einem Stopp abzusichern.

Bei 2 974,3 Dax-Punkten liege das Hoch vom 2. Oktober, es etabliere gemeinsam mit dem Tief vom 23. Oktober bei 2 983,6 Punkten eine Unterstützungszone, so der technische Analyst von HSBC Trinkaus. Sollte die Unterstützung gebrochen werden, fänden sich nächste Unterstützungen erst wieder im Bereich von 2 800 Punkten oder darunter. Zwar zeigten Indikatoren auf Wochenbasis wie der Macd oder der Stochastik noch ein leicht positives Bild. Auf Tagesbasis habe sich die technische Situation aber bereits eingetrübt.

So habe der Stochastik auf Tagesbasis bereits ein Verkaufssignal erzeugt, so Amend. Der RSI bewege sich im neutralen Bereich nach unten. Der zurückliegende vorübergehende Ausbruch über den Mai-Abwärtstrend bei aktuell 3 192 Punkten müsse somit vermutlich als Bullenfalle gewertet werden. Positiver werde das Bild erst dann, wenn das Hoch der zurückliegenden Aufwärtsbewegung überwunden werden sollte.

Demgegenüber sieht Matzke den Dax in einer kurzfristigen Konsolidierung nach der Rally auf 3 300 Punkten. Die wichtige Unterstützung im Dax-Future liege bei etwa 3 000 Punkten. Beim Fall in Richtung der Unterstützung hätten Dynamik und Verkaufsdruck in den vergangenen Tagen bereits nachgelassen. Damit sei eine widerstandsfähige Kursentwicklung an der Unterstützung wahrscheinlich, so der technische Analyst von Comsec. Vervollständigt werde das verhalten positive Bild vom Blick auf die europäischen "Blue-Chips", also die großen Standardwerte. Bei diesen habe sich die Marktbreite zuletzt nicht weiter eingetrübt, so Matzke.

Auch Stork von Nols meint zunächst, die Konsolidierungsspanne zwischen 3 300 und 3 000/2.983 Punkten sei intakt. Die Tages-Indikatoren drehten im überverkauften Bereich, hätten aber noch kein Kaufsignal erzeugt. Isoliert betrachtet könnte deshalb ein Dreh des deutschen Aktienmarkts nach oben anstehen. Das Risiko liege vor allem in den US-Märkten. Der Dax habe sich zwar zuletzt zum Dow relativ gut gehalten. Die US-Märkte seien aber noch nicht überverkauft und könnten den Dax bei einem weiteren Kursrückgang auch unter die "markante" Unterstützung bei 3 000/2.983 Punkten drücken. Nach oben würde sich das Bild verbessern, wenn der Dax den Abwärtstrend bei 3.180 Punkten überwinden.

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