Bestellungen sanken um 20 Prozent im November: Auftragseingang im Maschinenbau eingebrochen

Bestellungen sanken um 20 Prozent im November
Auftragseingang im Maschinenbau eingebrochen

Die Aufträge für den deutschen Maschinenbau sind im November dramatisch eingebrochen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau berichtete am Donnerstag von einem Rückgang um 20 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

ap FRANKFURT/MAIN. Im Oktober war der Rückgang mit real acht Prozent deutlich geringer ausgefallen. Verbandssprecher Alexander Batschari sprach von einem Rückschlag. Allerdings verzerrten Großaufträge im November 2000 das Bild. Die Beschäftigtenzahl sei mit rund 907 000 bisher stabil geblieben.

Dies sei ein Anzeichen dafür, dass die Branche anders durch den Abschwung komme als in der Vergangenheit, betonte Batschari. Besonders deutlich war der Rückgang der Bestellungen im November aus dem Ausland. Sie verringerten sich um 26 %, die Orders aus dem Inland sanken um elf Prozent. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich September bis November blieben die Ordereingänge insgesamt um 15 %, im Inland um zwölf Prozent sowie im Ausland um 17 % hinter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück.

Für dieses Jahr erwartet die Branche nach Angaben Batscharis angesichts der sinkenden Bestellungen einen Rückgang von zwei Prozent bei der Produktion. Es werde noch einige Monate dauern, bis die Bestellungen wieder zulegen würden. Die Impulse sollte dabei im wesentlichen aus dem Auslandsgeschäft kommen, vor allem aus den USA, dem wichtigstem Einzelmarkt. Wenn dort - wie erwartet - die Konjunktur zur Jahresmitte wieder anziehe, dürften auch die Bestellungen für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau steigen. Wegen der zeitlichen Verzögerung werde sich die Erholung aber erst 2003 bei Umsatz und Produktion auswirken.

Die Firmen würden alles versuchen, ohne größeren Stellenabbau durch die Konjunkturflaute zu kommen, betonte der Sprecher. Derzeit bauten viele Firmen die gut gefüllten Arbeitszeitkonten ab. Als weiterer Puffer vor einem Stellenabbau stehe den Unternehmen die Einführung von Kurzarbeit zur Verfügung. Derzeit spiele dies aber noch keine große Rolle. Das sei ein gutes Zeichen.

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