Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte
GZS steigert 1999 Jahresüberschuss auf 21,99 (1,63) Millionen DM

Vier Jahre nach dem Ende des Monopols sieht sich die Gesellschaft für Zahlungssysteme (GZS) gut im Wettbewerb behauptet. Allerdings rechnet das Unternehmen mit anhaltendem Kostendruck im derzeitigen Kerngeschäft.

vwd/dpa FRANKFURT. Die GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbH, Bad Vilbel, hat 1999 den Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr auf 21,99 (1,63) Mill. DM gesteigert und damit das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 47,43 (5,53) Mill. DM.

Die positive Entwicklung sei auf umfangreiche Vorsorgemaßnahmen 1998 sowie auf deutlich reduzierte Kosten im vergangenen Jahr zurückzuführen, sagte Laurenz Kohlleppel, Vorsitzender der GZS-Geschäftsführung, bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt.

Das Ergebnis sei trotz außerordentlicher Einflüsse wie der Vorbereitung auf das Jahr 2000 sowie des Umzugs der GZS in den neuen Firmensitz gestiegen, fügte Kohlleppel hinzu. Das Unternehmen - vor vier Jahren noch Monopolist beim Karten-Processing - habe seine führende Position auf dem deutschen Processingmarkt gefestigt und auch 1999 im Marktvergleich mit 2 708 Banken und Sparkassen die meisten Kreditinstitute betreut. Als Kerngeschäft sieht die GZS das Transaction Processing, d.h. die Aufnahme und Verarbeitung von Transaktionen unabhängig von ihrem Entstehungsort, sowie die Verarbeitung des E-Commerce.

Neues Wachstum soll ein virtuelles Terminal bringen

Der Dienstleistungsumsatz stieg den Angaben zufolge im Berichtsjahr auf 476,2 (439,8) Mill. DM, der Transaktionsumsatz auf 52,4 (50,6) Mrd. DM. Die GZS verarbeitete 1999 insgesamt 6,8 Mill. Euro- und Visa-Kreditkarten. Die Anzahl der abgewickelten Transaktionen erhöhte sich um drei Prozent auf 271,1 Mill.. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die GZS mit einem stabilen Umsatzwachstum in den drei Geschäftsfeldern Issuing-, Merchant- und eurocheque-Processing. Impulse für ein verbessertes Ergebnis erhofft sich der Dienstleister für Banken und Sparkassen aus der Einführung eines virtuellen Terminals im dritten Quartal 2000 sowie der Vermarktung von Dienstleistungen bei der Bekämpfung des Karten-Missbrauchs.

Kreditkartenzahlung im Internet wächst um monatlich 15 Prozent

Nach Beobachtungen der GZS nehmen die Kreditkartenzahlungen per Internet mittlerweile deutlich zu. "Die Anzahl der aufgenommenen Transaktionen verzeichnet seit Jahresbeginn monatliche Steigerungen von durchschnittlich 15 Prozent", teilte die GZS mit. Das Unternehmen will mit einem eigenen Produkt, dem System "Iris", den Missbrauch von Kreditkarten im herkömmlichen Einsatz sowie im weltweiten Datennetz verhindern.

Das Transaction Processing werde in den kommenden Jahren weiter unter Kostendruck stehen, sagte Kohlleppel weiter. Auch werde aufgrund der heterogenen Produktstruktur der Investitionsbedarf eher steigen. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der im technischen Processing tätigen Anbieter zwangsläufig abnehmen werde. Die GZS sei jedoch gut positioniert, so Kohlleppel, der bei der Jahrespressekonferenz ferner auf die Neuausrichtung in der Unternehmensführung verwies. Aufgrund ihres Kundenanteils sollen die Sparkassenorganisation sowie die genossenschaftliche Finanzgruppe künftig eine stärkere Position einnehmen und je einen weiteren Sitz im Verwaltungsrat der GZS erhalten.

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