Besuch Bushs verlangt
Nordkorea stellt Forderungen an US-Regierung

Nordkorea hat nach einem Zeitungsbericht den Besuch von US-Präsident George W. Bush als eine Bedingung für die Beendigung seines Atomwaffenprogramms gefordert.

Reuters TOKIO. Dies habe Nordkorea dem stellvertretenden US-Außenminister James Kelly bereits Anfang Oktober mitgeteilt, schrieb die japanische Tageszeitung "Mainichi Shimbun" am Donnerstag. Damals hatte die nordkoreanische Regierung nach US-Angaben eingestanden, gegen das Rahmenabkommen von 1994 verstoßen und angereichertes Uran für Waffen entwickelt zu haben.

Die Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts, ein Friedensabkommen und die Aufhebung aller Wirtschaftssanktionen seien als weitere Bedingungen für eine Beendigung des Programms genannt worden, meldete die Zeitung. Kelly sei über die Forderungen sehr verärgert gewesen und habe den Verhandlungstisch mit den Worten verlassen: "Wenn Nordkorea denkt, dass die USA einem neuen Rahmenvertrag zustimmen, weil es den vereinbarten Rahmenvertrag gebrochen hat, dann irrt es sich".

In dem 1994 mit den USA geschlossenen Rahmenabkommen hatte sich Nordkorea zur Einstellung seines Atomwaffenprogramms verpflichtet. Gleichzeitig sicherten die USA die kostenlose Lieferung von Heizöl und zweier Leichtwasserreaktoren zu. Die USA haben zusammen mit Japan, Südkorea und der Europäischen Union (EU) angekündigt die Öl-Lieferungen wegen der Fortführung des nordkoreanischen Atomprogramms ab Dezember einzustellen.

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