Besuch in Kanada
Schröder und Chretien kritisieren Handelsschranken

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kanadas Ministerpräsident Jean Chretien haben am Montag Subventionen und Handelsschranken als Behinderung des freien Welthandels kritisiert.

Reuters OTTAWA. Unter Hinweis auf den Streit über die US-Stahlimportzölle äußerte Schröder im kanadischen Ottawa die Hoffnung, dass die Differenzen in den Verhandlungen der Europäischen Union (EU) mit den USA "bald aus der Welt geschafft" werden könnten. Was die US-Agrarsubventionen anbetreffe, könne Kanada ein klareres Wort als die Europäer wagen, die selbst Agrarsubventionen zahlten und gefordert seien, aktiv zu werden, fügte Schröder an. Schröder hatte Chretien am Montag im Vorfeld des am Mittwoch beginnenden Weltwirtschaftsgipfels im kanadischen Kananaskis getroffen.

Die beiden Regierungschefs gehen eigenen Angaben zufolge mit weithin einvernehmlichen Positionen in das Gipfeltreffen der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8). Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern seien "extrem gut" und beide Länder stimmten in den meisten internationalen Fragen überein, sagten Chretien und Schröder. Chretien hob hervor, Schröder stimme mit ihm überein, das Vorhaben einer neuen Partnerschaft der G8-Staaten mit Afrika zu einem Schwerpunkt des Gipfels machen zu wollen.

Schröder reist am Dienstagnachmittag nach Kananaskis. Der G8-Gipfel dauert bis Donnerstag. Kernthemen sind die Entwicklung der Weltwirtschaft, ein Aktionsplan zur Unterstützung Afrikas beim Kampf gegen die Armut sowie der Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

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