Besucherzahl bricht ein
Computermesse Systems verliert an Bedeutung

Die Computermesse Systems verliert angesichts der Hightech-Flaute an Bedeutung. An den fünf Messetagen seien rund 80 000 Fachbesucher auf das Messegelände gekommen, teilten die Veranstalter am Freitag zum Abschluss in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Vor einem Jahr waren es noch 117 000 Besucher. Dies war bereits ein Fünftel weniger als im Jahr 2000. Auch die Zahl der Aussteller war in diesem Jahr um ein Viertel gesunken. 1600 Firmen präsentierten ihre Neuheiten rund um Computer, Internet und Telekommunikation. Die Veranstalter zeigten sich angesichts der schwierigen Ausgangslage zufrieden.

Von schlechter Stimmung sei auf der Systems wenig zu spüren gewesen, erklärte die Messe München GmbH. Unter den Besuchern sei eine große Zahl von Entscheidern gewesen. Zudem sei es der Messe gelungen, positive Signale zu setzen. Auch der Branchenverband Bitkom erklärte, die Mehrzahl der Aussteller sei mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. "Trotz der wirtschaftlichen Lage und der negativen Vorberichterstattung war sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Messebesuchern eine zunehmend optimistische Stimmung zu spüren." Für das kommende Jahr erwarte die Branche eine leichte Stabilisierung der Nachfrage.

Im Mittelpunkt der Systems stand aber die Branchenkrise. So diskutierten auf einem UMTS-Gipfel hochkarätige Vertreter der Mobilfunkfirmen die Chancen der neuen Mobilfunkgeneration. Kurz zuvor hatte der Mobilfunkanbieter Quam die Einstellung seines Geschäftsbetriebs verkündet. Gefragt waren auf der Systems nach Angaben der Veranstalter angesichts der Flaute vor allem Lösungen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung.

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