Beta-Version mit MP3-Player und größerer Absturzsicherheit
Apple präsentiert das neue Betriebssytem Mac-OS X

Vor 16 Jahren hatte der Computerhersteller ein eingängiges Betriebssystem auf den Markt gebracht, das Maßstäbe setzte. Dann kam nicht mehr viel. Steve Jobs, seit 1997 bei Apple wieder am Ruder, eroberte zunächst mit bunten Modellen die Aufmerksamkeit der Kunden und Investoren. In Paris stellte er heute die Beta-Version des neuen Betriebssystems vor.

HB PARIS. Der Computerhersteller Apple hat heute auf der Mac Expo in Paris sein seit Jahren angekündigtes neues Betriebssystem Mac-OS X Beta und neue Notebook-Modelle vorgestellt. Die Vorabversion der Software könne zum Preis von 30 $ im Online-Shop von Apple erworben werden, sagte CEO-Steve Jobs. In Deutschland soll die CD-Rom für 79,00 DM angeboten werden. Das Betriebsystem soll nach Jobs Worten mit Open GL, Java 2 und einem integrierten MP3-Player aufwarten.

Mit der Vorabversion hofft Apple, Programmierer in den Feinschliff der Software einbinden zu können und hat aus diesem Grund auch eine Internet-Seite für Verbesserungsvorschläge eingerichtet. Die Verbraucher will der Computerhersteller aus Cupertino mit neuem Design, hoher Sicherheit und raschen Zugriffsraten überzeugen. Laut Steve Jobs soll mit Mac-OS X ein Powerbook innerhalb einer Sekunde aus dem Ruhezustand in den Arbeitsmodus umschalten können. Ein Demonstrationsversuch in den USA hatte allerdings vor einigen Wochen lediglich zu einem Totalabsturz geführt. Bei Problemen mit einzelnen Programmen soll das Betriebssystem verhindern können, dass der gesamte Computer ausfällt.

Ebenfalls auf der Messe vorgestellt wurden neue Versionen der tragbaren iBook-Computer in neuen Farben, mit einem Firewire-Anschluss und mit DVD-Laufwerk.

Alte Lorbeeren

Mit dem neuen Betriebssystem will der Computerhersteller, der nach Jahren der Stagnation mit grellbunten Einsteigercomputern der Marke iMac wieder Marktanteile zurück erobern konnte, neue Standards bei Stabilität und Leistungsfähigkeit setzen. Bisher basierten weite Teile des einstmals innovativen Betriebssystems immer noch auf Grundlagen, die 1984 im damals revolutionären Macintosh-Computer gelegt worden waren. Die neue Software hatte Apple ursprünglich bereits 1995 ausliefern wollen.

Das Programm Office 2001 vom Softwarekonzern Microsoft, der an Apple beteiligt ist, wird am 11. Oktober in den USA und in Großbritannien ausgeliefert werden. Der europäische Kontinent solle im November beliefert werden, brachte MacCentral in Erfahrung.

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