Beteiligung an Mitsubishi soll nicht abgestoßen werden
S&P sieht Rating von Mitsubishi Motors durch Enthüllungen belastet

Die jüngst aufgedeckten jahrelangen Vertuschungen von Kundenbeschwerden bei Mitsubishi Motors Corp, Tokio, haben einen erheblichen Einfluss auf die Bonität des Unternehmens.

vwd TOKIO. Wie Standard & Poor's (S&P) am Montag bekannt gab, führt dies zwar zunächst noch nicht zu einer Rating-Herabstufung des Automobilkonzerns, die weitere Entwicklung werde man aber genau im Auge behalten. Sollte das Vertrauen der Kunden mehr erschüttert sein als bisher angenommen und die Reparaturkosten die Wettbewerbsposition sowie den Ertrag stärker beeinflussen, behält sich S&P eine Abstufung der Einstufung von "BBpi" vor.

S&P schätzt die Gewinneinbußen, die entstanden sind durch Imageschaden, den damit verbundenen höheren Kosten für Marketing-Aktivitäten, entgangene Pkw-Verkäufe sowie Rückruf- und Reparaturkosten, auf 7,5 Mrd. Yen. Das werde sich auf Produktivität und Cash-Flow negativ auswirken. Mitsubishi habe jedoch die nötige kurzfristige finanzielle Flexibilität, um diese Rückschläge zu verkraften. Das liege an den engen Verbindungen zu den Finanzinstituten der Mitsubishi Group, zu AB Volvo, Göteborg, und auch zur DaimlerChrysler AG, Stuttgart.

Ein Überdenken der geplanten 34-prozentigen Beteiligung des Automobilkonzern an Mitsubishi Motors auf Grund der jüngsten Entwicklungen sieht S&P nicht. Die Stuttgarter könnten stärker ins Management des japanischen Kfz-Herstellers mit einbezogen werden, mutmaßt die Ratingagentur. Dies führe zu einer schnelleren Wiederherstellung des Vertrauens in die Marke.

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