Beteiligung an Provinzial im Visier
Hamburger Sparkasse bleibt auf Wachstumskurs

Die Hamburger Sparkasse ist 2000 weiter gewachsen, hat ihren Gewinn dabei nach eigenen Angaben aber nicht entsprechend zur Bilanzsumme steigern können. Während die Bilanzsumme um 4,8 % auf 60,4 Mrd. DM zugelegt habe, werde das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge zum Jahresende wohl unter dem des Vorjahres liegen, teilte die nach eigenen Angaben größte Sparkasse Deutschlands am Donnerstag mit.

Reuters HAMBURG. Nach Bewertung der Risiken werde das Ergebnis aber das des Vorjahres übertreffen, so dass für das in wenigen Tagen zu Ende gehende Geschäftsjahr 2000 ein leicht höherer Jahresüberschuss erwartet werde, hieß es.

Die bei Universalbanken allgemein registrierte Umstrukturierung vom Zinsgeschäft hin zum Provisionsgeschäft sei auch bei der Haspa zu spüren, sagte Vorstandssprecher Karl-Joachim Dreyer. Während der Zinsüberschuss 2000 wohl nicht ganz an das Ergebnis des Vorjahres heranreichen werde, habe das Provisionsergebnis deutlich zugenommen. Vor allem das dynamische Wertpapiergeschäft habe zu höheren Provisionerträgen geführt. Allerdings seien diese nicht so üppig ausgefallen, um damit den Rückgang des Zinsüberschusses auszugleichen, sagte Dreyer.

Für das Jahr 2001 stellte Dreyer weiteres Bilanzwachstum um vier bis fünf Prozent auf dann 63 Mrd. DM in Aussicht, wobei die Zunahme erneut überwiegend aus dem Kreditgeschäft stammen werde. Während die Kundenkredite weiter zulegen dürften, würden die Spareinlagen weiter zurückgehen, hieß es.



Die Haspa strebt zudem nach Dreyers Worten eine Beteiligung von 10,1 % an dem Kieler Versicherungsunternehmen Provinzial an. Ein Abschluss der seit längerem laufenden Verhandlungen werde erwartet, wenn die zur Finanzgruppe der Sparkassen gehörend Provinzial in eine Aktiengesellschaft umgewandelt sei. Umgekehrt solle sich die Provinzial- Eigentümerin, die Schleswig-Holsteinische Landesbank, dann mit 10,1 % an der Haspa-Tocher Neue Leben beteiligen. Bei der Provinzial in Kiel war zunächst niemand für weitere Details zu erreichen.

Der Haspa-Chef bekräftigte die bereits von anderen Instituten aufgestellte Forderung an die Bundesregierung, die bei der Euro-Bargeldeinführung Anfang 2002 anfallenden Kosten zum Teil zu übernehmen. Er könne "nicht akzeptieren", dass Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bisher wenig Entgegenkommen für eine Lastenteilung zwischen der öffentlichen Hand und der Kreditwirtschaft gezeigt habe. Dreyer wies dazu auf das Nachbarland Österreich, wo das Bundesheer fest in die Planung zur Euro-Einführung eingebunden sei.

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