Beteiligung an Uniqa geplant
Guter Start für R+V-Versicherung

Der Boom der betrieblichen Altersvorsorge und ein gutes Lebensversicherungsgeschäft haben dem Wiesbadener R+V- Versicherungskonzern einen guten Start ins Jahr 2003 gebracht.

HB/dpa WIESBADEN. Nach einem Plus von gut 6 Prozent im ersten Quartal 2003 rechne R+V für das laufende Jahr mit einem Wachstum über Marktniveau, sagte Vorstandschef Jürgen Förterer am Mittwoch in der Bilanzpressekonferenz. Mit der österreichischen Uniqa- Versicherungsgruppe liefen Gespräche über eine Beteiligung von einigen Prozent und eine Kooperationen in Polen und der Slowakei.

Die Sturm- und Hochwasserschäden des vergangenen Jahres habe die Versicherung gut überstanden. Trotz der Mehrbelastung und der fortgesetzten Aktienbaisse habe die R+V einen Rekordüberschuss von 727 Mill. Euro ausgewiesen, sagte Förterer. Dazu seien allerdings in erheblichem Umfang stille Reserven aufgelöst worden. R+V hatte unterbewertete Unternehmensanteile zu einem marktgerechten Preis an Investoren verkauft und später zurückgekauft. Dadurch seien rund 450 Mill. Euro Buchgewinne entstanden.

2002 hat das Prämienvolumen im R+V-Konzern nach Darstellung des Vorstands um 5,8 % auf 6,7 Mrd. Euro zugelegt. Dabei seien alle Sparten über Marktniveau gewachsen. Großschäden wie das Elbe-Hochwasser und der Sturm Jeanette hätten allerdings die Bruttoaufwendungen der Versicherung um fast 14 % auf 4,8 Mrd. Euro hochgetrieben.

Die Brutto-Schadenquote stieg von 69,2 auf 78,1 %. Mit 1,1 Mill. Schäden habe die R+V dabei fast 300 000 Schadensfälle mehr als im Vorjahr reguliert und so ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. "Das war im letzten Jahr aber eine teure Werbekampagne", sagte der Vorstandschef.

Bei den Kapitalanlagen habe sich die außerordentlich vorsichtige Strategie des Unternehmens mit höchstens elf bis zwölf Prozent Aktienanteil bewährt. Trotzdem seien Abschreibungen von rund 780 Mill. Euro notwendig gewesen. Die Reserven der Versicherung lägen aber deutlich höher, betonte Förterer. Im laufenden Jahr sei die Schadensentwicklung bisher deutlich hinter 2002 zurück geblieben. Das Unternehmen beschäftigt im Konzern knapp 10 700 Menschen. Personalabbau sei 2003 nicht geplant, eher eine leichte Aufstockung im Vertrieb, sagte der Vorstandschef.

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