Beteiligung an UNO-Schutztruppe
1 200 deutsche Soldaten sollen nach Kabul

Die Bundesregierung hat die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten für die Afghanistan-Schutztruppe der Vereinten Nationen beschlossen. Ursprünglich war nur von maximal 1 000 Soldaten ausgegangen worden.

rtr BERLIN. Das Bundeskabinett hat am Freitag eine Beteiligung der Bundeswehr an der UNO-Schutztruppe für Afghanistan mit bis zu 1 200 Soldaten beschlossen. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) sagte nach der Kabinetts-Sondersitzung weiter, das UNO-Mandat habe die Erwartungen der Bundesregierung erfüllt, da es ein so genanntes robustes Mandat sei und den Einsatz von Gewalt erlaube. Gemeinsam mit den Niederlanden und Dänemark stelle Deutschland ein Teilkontingent von 1 450 Soldaten. Der exakte Umfang der internationalen Sicherheitspräsenz sei noch nicht endgültig geklärt. Das Mandat gilt zunächst für sechs Monate, zunächst übernimmt Großbritannien die Führung.

Nach dem Kabinettsbeschluss muss noch der Bundestag der Entsendung der deutschen Soldaten zustimmen. Dazu wurden die Abgeordneten aus den Weihnachtsferien zurück gerufen. Der Bundestag beginnt am Samstag Vormittag seine Debatte über die Entsendung der deutschen Soldaten, zuvor tagen die Fraktionen. Die Abstimmung ist für den Nachmittag vorgesehen. In der Koalition hieß es, man rechne mit einer breiten Mehrheit für den Einsatz. Auch die Union hat ihre Zustimmung signalisiert. Es wurden nur wenige Enthaltungen bei SPD und Grünen erwartet.

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