Beteiligung über Kapitalerhöhung
Schörghuber und Heineken steigen bei Karlsberg ein

Der niederländische Bierkonzern Heineken und die Bayerische BrauHolding AG wollen sich mit 45 Prozent an der Karlsberg-Tochter Karlsberg International Brand GmbH (KIB) beteiligen und damit ihre Position im deutschen Biermarkt ausbauen.

Reuters MÜNCHEN/AMSTERDAM. Das Gemeinschaftsunternehmen der BrauHolding und Heineken, die Brau Holding International AG, werde sich im Zuge einer Kapitalerhöhung an dem Unternehmen beteiligen, in dem die Karlsberg-Gruppe ihr deutsches Biergeschäft samt Vertrieb gebündelt hat, teilten die beiden Konzerne am Dienstag mit.

Die restlichen 55 Prozent Anteile bleiben bei der Familie Weber, die 1878 die Karlsberg-Brauerei gegründet hatte. Karlsberg-Chef Richard Weber, der am Mittwoch in Weimar zum neuen Präsidenten des Deutschen Brauerbundes gewählt werden soll, sagte: "Wir haben uns für eine Koalition der Gewinner entschieden". Insgesamt hätten noch vier andere internationale Braukonzerne Interesse an einer Kooperation mit dem Karlsberg-Verbund bekundet.

Die neue Kooperation soll laut Weber in den nächsten Jahren mehr als 100 neue Arbeitsplätze bringen. Weber sagte, Karlsberg gewinne mit Heineken seinen "Wunschpartner" und wolle mit dessen Bierprodukten, die in 170 Länder der Welt vertrieben würden, die Internationalisierung seiner Marken vorantreiben. Karlsberg strebe als Getränke-, Immobilien-, Wellness- und Dienstleistungs-Verbund eine Stärkung des Biersegments an.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein BrauHolding-Sprecher. Verhandlungsnahe Kreise sprachen von einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Die Karlsberg-Tochter gehört mit der Produktion von rund 3,9 Millionen Hektoliter Bier pro Jahr zu den zehn größten Brauereien in Deutschland. Vor allem bei Biermixgetränken sei Karlsberg ein Trendsetter, sagte der BrauHolding-Sprecher. "Das ergänzt unser Portfolio gut."

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