Beteiligung womöglich für Investor aufpoliert
HVB stockt Rhön-Klinikum-Anteil auf

Die Hypovereinsbank hat ihren Anteil an der im MDax gelisteten Rhön-Klinikum AG aufgestockt. Ein Sprecher der Bank sagte dem Handelsblatt gestern auf Anfrage, dass das Bankhaus seine Beteiligung an dem Klinikbetreiber von 26,42% auf 27,72% erhöht habe.

HB/ant FRANKFURT. Einen Grund für die Erhöhung wollte er nicht nennen. In der Branche wird jedoch vermutet, dass die Hypovereinsbank ihren Anteil für einen möglichen strategischen Investor attraktiver machen möchte. Die Münchener Bank hat ihre Beteiligung hat die Beteiligung am Rhön-Klinikum vor gut einem Jahr von der Familie von und zu Guttenberg übernommen und sie als reine Finanzbeteiligung, die bei einer guten Gelegenheit auch wieder verkauft werden solle, deklariert. Seither hat der Aktienkurs des Klinikbetreibers allerdings rund ein Drittel an Wert verloren.

Eugen Münch, Vorstandschef des Rhön-Klinikums, wusste nach eigenen Angaben bis Freitagnachmittag nichts von der Anteilserhöhung. Von Verhandlungen über einen Verkauf der Anteile mit einem strategischen Investor, etwa dem schwedischen Wettbewerber Capio, sei ihm nichts bekannt. Weil die wenigen privaten Klinikbetreiber auf dem europäischen Markt zu unterschiedliche Strategien verfolgten, hält Münch derzeit wenigen von einem Zusammenschluss mit einem Konkurrenten. Ein strategischer Großaktionär käme an dem Unternehmensgründer jedoch kaum vorbei, weil dieser weiterhin die Sperrminorität hält.

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