Beteiligungen auf dem Prüfstand
FAZ schnallt Gürtel noch enger

Die von der Flaute auf dem deutschen Medienmarkt stark getroffene "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hat weitere Schritte zur Restrukturierung ihres Geschäfts angekündigt

Reuters FRANKFURT. Nach Angaben vom Freitag will die FAZ unter anderem ihre Beteiligungen überprüfen und neu ordnen. Ferner sollen der Internetauftritt verringert und die Online-Dienste stärker mit der Redaktion verknüpft werden. Grund für die Maßnahmen seien das schwierige Marktumfeld und der Einbruch im Geschäft mit Finanz- und Stellenmarktanzeigen.

Davon ist die gesamte Zeitungslandschaft derzeit betroffen. Mehrere Blätter reduzieren daher ihre Beschäftigtenzahl oder verschwinden ganz vom Markt. Vor allem die Aussichten für den Werbemarkt, eine entscheidende Stütze bei der Finanzierung der Zeitungen, gelten auch für das kommende Jahr als schlecht. In Folge der Krise sind Verlage wie die FAZ und Axel Springer inzwischen in die roten Zahlen gerutscht, aus denen sie nach Ansicht von Branchenexperten in diesem Jahr auch nur schwer herauskommen werden.

Die Frankfurter Verlagsgruppe hatte jüngst schon den Abbau von Arbeitsplätzen "im unteren dreistelligen Bereich" angekündigt. Die prestigeträchtige Zeitungsbeilage "Berliner Seiten", die viel Lob geerntet hatte, wurde zudem eingestellt.

Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft werden nach Angaben des Unternehmens auch zwei Geschäftsführer, Edmund Keferstein und Klaus Rudloff, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" GmbH verlassen.

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