Beteiligungen geplant
GFT Technologies sieht sich auf Wachstumskurs

Reuters STUTTGART. Die am Neuen Markt in Frankfurt notierte GFT Technologies AG sieht sich nach kräftigen Zuwächsen bis Ende September und einem Firmenumbau auf Wachstumskurs. Der Umsatz sei in den ersten drei Quartalen um rund 56 % auf 126,2 Mill. DM gestiegen, erläuterte Finanzvorstand Markus Kerber am Donnerstag in Stuttgart. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei sogar um das 25fache auf 13,5 Mill. DM verbessert worden. Nach einer Änderung der Firmenstruktur sehe sich GFT für weiteres Wachstum auch mittels Zukäufen gerüstet. Kerber bekräftigte zudem die Prognosen für das Jahr 2000. Die Aktie brach am Neuen Markt nach Bekanntgaben der Zahlen ein.

"Wir haben in diesem Jahr bewußt etwas langsamer gemacht, um das Fundament aufzubauen für weiteres Wachstum", verdeutlichte Vorstandschef Ulrich Dietz die Strategie. So verpasse sich das Unternehmen derzeit eine neue Struktur, die unter anderem die stärkere Ausrichtung auf einzelne Branchen vorsehe. Dazu erweitere GFT wie bereits angekündigt Anfang nächsten Jahres den Vorstand um ein weiteres Mitglied, den 37-jährigen Thomas Gumsheimer. Das designierte Vorstandsmitglied kündigte an, GFT wolle sich zum weiteren Ausbau der technologischen Kompetenz an Firmen beteiligen und Partnerschaften eingehen.

Neben dem Ausbau des technologischen Bereichs wolle GFT aber auch die weitere Internationalisierung durch Zukäufe unterstützen, sagte Dietz. Insbesondere in den zentraleuropäischen Staaten führe die Firma derzeit Gespräche. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten gestalte sich aber durch die hohen Ansprüche von GFT schwierig. Alleine in diesem Jahr habe GFT mit 25 Unternehmen ergebnislos gesprochen. Bereits im ersten Halbjahr könnte aber ein erster Zukauf geschehen.

GFT gab am Donnerstag ferner bekannt, seine Beteiligung an der Offenbacher Pixel Factory Multi Produktionsgesellschaft mbH-Media von bisher 51 % auf 100 % aufgestockt zu haben. Für das laufende Jahr bekräftigte Kerber das Ziel, den Umsatz auf über 170 Mill. DM zu steigern. Im darauf folgenden Jahr sollen die Erlöse dann auf 270 Mill. DM in die Höhe klettern. Kerber wiederholte zudem die Gewinnprognose für dieses Jahr: "Wir werden wohl zwischen zehn und elf Prozent Vorsteuermarge liefern können."

Der Aktienkurs des in St. Georgen im Schwarzwald ansässigen Unternehmens brach am Donnerstag am Neuen Markt in Frankfurt ein. Gegen 14.40 Uhr lag der Titel mit 13,27 % im Minus bei 33 Euro. Zuvor hatte die Berenberg Bank die Papiere auf "Akkumulieren" von "Kaufen" mit der Begründung zurückgestuft, für die mittelfristige Zukunft werde nicht mit einer deutlichen Beschleunigung der Wachstumsraten gerechnet.

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