Beteiligungsverkauf
Vivendi trifft Entscheidung zum Schuldenabbau

Der Verwaltungsrat gab den Weg für die Reduzierung der Mehrheitsbeteiligung an der Konzerngesellschaft Vivendi Environnement (VE) frei.

dpa PARIS. Dieser Anteil soll von derzeit 63 % auf rund 40 % gesenkt werden, teilte Vivendi Universal in der Nacht zum Dienstag in Paris mit. Bei dem französischen Wasserversorgungsunternehmen VE mit rund 29 Mrd. Euro Umsatz hat Vivendi Universal ein Großteil seiner Schulden von mehr als 30 Mrd. Euro geparkt.

Bei einer Reduzierung der VE-Beteiligung auf unter 50 % muss die Muttergesellschaft Vivendi Universal die Schulden nicht mehr in ihrer Bilanz aufführen. Der Anteil am VE-Kapital solle zum einen durch Anteilsverkäufe (rund 15 %) gelingen, sobald die Marktbedingungen dies erlauben würden, hieß es. Zum anderen sei eine Kapitalaufstockung bei VE bis zu 1,5 Mrd. Euro via Aktienverkauf geplant, wodurch VE sein weiteres Wachstum finanzieren könne.

Durch die Trennung von der VE-Mehrheit werde "für mehr Klarheit bei den Investoren" gesorgt, erklärte Vivendi Universal. US-Aktionäre und Analysten haben Vivendi-Universal-Chef Jean-Marie Messier unter Druck gesetzt, die Mischstruktur aufzugegeben und Analysten war wiederholt die eine klare Ausrichtung auf das Mediengeschäft gefordert worden. Die Trennung von der VE-Mehrheit war vor den nun entschiedenen Wahlen in Frankreich auch durch politische Interessen blockiert worden, da VE stark im kommunalen Wasserversorgungsgeschäft engagiert ist.

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