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Bethlehem Steel beantragt Gläubigerschutz

NEW YORK. Der drittgrößte US-Stahlproduzent, Bethlehem Steel, leidet unter den Druck von Billigimporten aus dem Ausland und muss nun Gläubigerschutz nach Paragraph 11 des US-Konkursrechts beantragen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Konzern dem Restrukturierungskünstler Robert S. Miller den Vorstandsposten übertragen. Miller spielte bei dem Turnaround von Chrysler zu Beginn der 80er Jahre eine bedeutende Rolle.

Obwohl Bethlehem Steel die Kosten seit Mitte der 1998 um fast 300 Millionen Dollar gesenkt habe, könne man den wirtschaftlichen Schaden, der durch Billigimporte verursacht worden sei, nicht bewältigen. "Der Gläubigerschutz löst nicht unsere Probleme", betonte Miller. Was das dritte Quartal betrifft, sei mit einem Verlust von 1,25 Dollar pro Aktie zu rechnen. Analysten rechneten lediglich mit einem Minus von 1,01 Dollar.

Bethlehem Steel hat alleine in der ersten Jahreshälfte 1,2 Milliarden Dollar verloren. Basierend auf den Prognosen des Management, bleibt die Lage schwierig. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Konjunktur und das Umfeld in der Stahlbranche bis Mitte des kommenden Jahres schwach verlaufen wird", so Miller zu den Aussichten.

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