Betrag deutlich über Mindestunternehmenspreis von 168 Mill. DM
Holsten erlöst 203 Mill. DM aus Saftgeschäft-Veräußerung

Die Holsten AG, -Brauerei Hamburg, verkauft ihre in der Emig AG ausgelagerte Saftsparte an die Gerber Foods Holdings Ltd Bridgwater, Somerset, für 203 Mill. DM netto. Dieser Betrag liegt deutlich über dem definierten Mindestunternehmenspreis von 168 Mill. DM und steht in voller Höhe zur Schuldentilgung zur Verfügung, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Rost am Freitag der Hauptversammlung in Hamburg. Das ebenfalls in der Emig AG ausgelagerte CO2-Geschäft werde hingegen in Form einer Tochtergesellschaft mit neuem Namen und zwei Werken in Trappenkamp und Lehnin erhalten.

vwd HAMBURG. Grundsätzlich sei das Mineralwassergeschäft interessant. Aktuell habe Holsten keine Pläne, diesen Bereich zu verkaufen. Allerdings hält Rost generell eine Trennung von dieser Sparte für möglich, wenn ein Interessent einen guten Preis dafür bietet. Denkbar ist seinen Angaben zufolge aber auch ein Zusammenlegen des CO2-Geschäftes mit der Heemann-Gruppe, an der Holsten beteiligt ist. Rost bekräftigte, dass die Brauerei für das laufende Geschäftsjahr 2000 eine Dividende auf Vorjahreshöhe zahlen wird. 1999 waren 0,45 Euro je Stückaktie ausgeschüttet worden. Allerdings gelinge es Holsten dann nicht mehr, Reserven und Rücklagen zu bilden. "Die mussten wir dem Regengott opfern", betonte der Vorstand.

Das DVFA-Ergebnis je Aktie werde im laufenden Geschäftsjahr wegen des schlechten Geschäftes in Polen auf 0,60 DM von zuvor 1,10 DM fallen. Allerdings soll es den Planungen zufolge im Jahr 2001 bei 1,00 DM liegen. Rost rechnet zudem damit, dass sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens von derzeit knapp unter 20 % in den nächsten Jahren auf 25 % erhöhen wird. Der Vorstand bezeichnete Jever bei der Brau und Brunnen AG als das einzig attraktive Produkt. Allerdings gibt er sich hier keiner Hoffnung hin, da Holsten beim Erwerb der König-Brauerei GmbH & Co KG bereits die Marke Ratherren abgeben musste.

Aus diesem Grund sei davon auszugehen, dass das Kartellamt eine Akquisition von Jever nie zulassen würde, da diese sehr stark in Hamburg und Schleswig-Holstein sei, betonte Rost.

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