Betrieb soll 2007 aufgenommen werden
Neues Angebot für Berliner Flughafen vorgelegt

Das Konsortium um die Konzerne Hochtief und IVG hat ein überarbeitetes Angebot für Bau und Betrieb des geplanten Großflughafens Berlin-Brandenburg vorgelegt. Die zuständige Projektplanungsgesellschaft Schönefeld (PPS) teilte am Freitag mit, die Unterlagen würden nun geprüft, um dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg eine Empfehlung zum Angebot zu geben.

Reuters BERLIN. Ein erstes Angebot war als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen worden. Allerdings hatten der Bund und die Länder dem Konsortium noch eine Frist für so genannte Erläuterungen bis zum 30. November eingeräumt. Nach bisherigen Planungen soll der Flughafen bis 2007 betriebsbereit sein.

Das Konsortium hatte nach Angaben aus Verhandlungskreisen in ihrem ersten Angebot nur 50 Mill. DM dafür geboten, den Flughafen bauen und betreiben zu können. Vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg wurden aber zudem umfangreiche Hilfen etwa zur Verkehrsanbindung und dem Kauf von Grundstücken erwartet. Dies hätte zu Kosten für die öffentliche Hand in Höhe von mehr als einer Mrd. DM zur Folge gehabt, hieß es in den Kreisen. Bund, Berlin und Brandenburg wollen den Flughafen in Schönefeld in privater Regie bauen lassen räumen dafür das Recht ein, ihn anschließend 50 Jahre zu betreiben. Die Kosten für den Bau werden auf etwa sechs bis acht Mrd. DM geschätzt. Die Berliner Flughäfen Tegel und Tempelhof sollen dann geschlossen werden. Es wurde von Seiten des Bundes und der Länder aber auch darauf hingewiesen, dass der Flughafen bei einem zu schlechten Angebot in Staatsregie gebaut werden könne.

Der Streit um den Bau des Flughafens zieht sich bereits über Jahre hin. Zunächst hatte Hochtief alleine den Zuschlag bekommen, war aber nach Verstößen gegen das Verfahren nachträglich wieder ausgeschlossen worden. Nach längerem Rechtsstreit schlossen sich die Konkurrenten Hochtief und IVG mit weiteren kleineren Partnern zusammen und blieben trotz Bedenken von Kartellbehörden die einzigen Bieter.

IVG-Chef Eckart John von Freyend hatte kürzlich das Angebot des Konsortiums verteidigt. Das jüngste Angebot gehe von einer Passagiergebühr von nur zehn Mark statt der früher diskutierten 16 Mark aus. Die Gebühr, die von allen Passagieren erhoben werden soll, gilt als wichtige Größe für die Konditionen zu Bau und Betrieb des Flughafens.

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