Betriebe im Umkreis gesperrt
Neuer Verdacht auf Geflügelpest in NRW

Im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen gibt es auf einem Bauernhof einen neuen Verdachtsfall von Geflügelpest, allerdings stehen Labortests noch aus.

Reuters DÜSSELDORF. Vorsorglich sei der Bestand von 120 Hühnern, Gänsen und Enten getötet worden, sagte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums, Leo Bosten, am Donnerstagabend in Düsseldorf. Auch die 11 500 Puten eines benachbarten Betriebes sollten getötet werden. Nach ersten Untersuchungen gebe es bislang keine eindeutigen Hinweise auf Geflügelpest. Labortests stünden noch aus. Jetzt werde im Veterinäruntersuchungsamt Krefeld und in der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen auf der Ostseeinsel Riems parallel der so genannte PCR-Schnelltest mit Proben der Tiere durchgeführt. Erst dann könne man mit einiger Sicherheit gesagt werden, ob ein neuer Fall von Geflügelpest vorliege.

Weiter sagte der Sprecher, sämtliche Betriebe in einem Kilometer Umkreis um die beiden betroffenen Höfe seien gesperrt worden. Am Nachmittag habe ein Amtstierarzt in beiden Bauernhöfen bei einer vorsorglichen Untersuchung klinische Auffälligkeiten bei dem Geflügel festgestellt. Daraufhin hätten die Behörden die vorsorglichen Maßnahmen erlassen.

Am Dienstag hatte sich ein Pestverdacht zum ersten Mal in Deutschland seit Ausbruch der Seuche in den Niederlanden und in Belgien in einem Schwalmtaler Betrieb im Kreis Viersen, der an den Kreis Kleve angrenzt, bestätigt. Dort und auf benachbarten Bauernhöfen waren als Vorsorgemaßnahme zehntausende Hühner getötet worden. Die Europäische Union (EU) hat bereits ein Exportverbot für Geflügel aus Nordrhein-Westfalen verhängt. Die Seuche war ursprünglich in den Niederlanden und in Belgien ausgebrochen und hat dort Schäden in Millionenhöhe verursacht. NRW-Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn (Grüne) vermutete am Donnerstag, die Geflügelpest könnte in den Kreis Viersen über einen LKW gelangt sein, der Tierfutter aus Belgien transportierte. Sie schränkte ein, die Ursache des Pestausbruchs sei noch nicht identifiziert.

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