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Betriebskrankenkassen befürchten Kostenanstieg

Die Betriebskrankenkassen (BKK) befürchten von 2007 an einen dramatischen Kostenanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ursache sei die geplante Neuordnung des Finanzausgleiches zwischen den Kassen, berichtet das Magazin „Focus“ in seiner neuen Ausgabe.

dpa MÜNCHEN. Die Betriebskrankenkassen (BKK) befürchten von 2007 an einen dramatischen Kostenanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ursache sei die geplante Neuordnung des Finanzausgleiches zwischen den Kassen, berichtet das Magazin "Focus" in seiner neuen Ausgabe.

Das Bundesgesundheitsministerium widersprach der Darstellung. Entscheidungen seien noch gar nicht gefallen.

Laut "Focus" will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) Anfang 2005 eine Verordnung erlassen, wonach von 2007 an diejenigen Kassen aus dem Ausgleichstopf mehr Geld erhalten, die besonders teure und kranke Versicherte haben. In einem Schreiben des BBK-Bundesverbandes an Ministerin Schmidt heiße es, dies würde zu "einer neuen Kostenwelle für die GKV führen", weil die Kassen plötzlich ein finanzielles Interesse hätten, "ihre Versicherten möglichst schwer krank erscheinen zu lassen." Beitragsatzsenkungen würden so "illusorisch".

Dazu erläuterte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Klaus Vater: "Der neue Finanzausgleich ist Gegenstand von Gesprächen in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Derzeit geschieht nichts anderes zu diesem Gesprächsgegenstand, als dass angeforderte Gutachten gelesen und analysiert werden."

Der neue Finanzausgleich solle die Erkrankungen abbilden, mit denen es die gesetzliche Krankenversicherung in vielen Fällen zu tun hat. "Auf dieser Grundlage wird dann der Finanzausgleich gestaltet werden." Ulla Schmidt wolle "eine Lösung, bei der keine Kasse oder Kassenart benachteiligt wird. Sie will gleichzeitig eine Lösung, die den Wettbewerb zwischen den Kassen nicht behindert", sagte ihr Sprecher der dpa in Berlin.

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