Betriebsrat: Fortbestand des Unternehmens derzeit nicht gefährdet
Mögliche Ablösung des Mobilcom-Chefs rückt näher

Der Aufsichtsrat der Mobilcom AG, Büdelsdorf, wird sich am 21. Juni erneut mit der Ablösung von Gerhard Schmid aus dem Amt des Vorstandsvorsitzenden befassen. Wie vwd am Mittwoch aus Finanzmarktkreisen erfuhr, genügt dann die einfache Mehrheit, um dem Unternehmensgründer fristlos zu kündigen.

vwd FRANKFURT. In der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag war beim ersten Versuch zur Ablösung Schmids nicht die erforderliche Mehrheit von zwei Drittel der Stimmen zustande gekommen, wie aus anderen Quellen verlautete.

Da das Ergebnis zwischen den erforderlichen Zweidrittelmehrheit und der einfachen Mehrheit lag, sei nach geltendem Recht binnen vier Wochen eine weitere Aufsichtsratssitzung notwendig, auf der das Thema nochmals behandelt werden muss, hatte es von dort geheißen.

Unterdessen kündigte der Mobilcom-Betriebsratsvorsitzende Christian Teufel an, sich noch am Mittwoch mit dem Mehrheitsaktionär France Telecom SA in Verbindung zu setzen, um die jüngsten Entwicklungen im Streit um die Zukunft des Büdelsdorfer Mobilfunkanbieters zu diskutieren. Teufel fordert im Gespräch mit vwd, dass von französischer Seite Klarheit für die Beschäftigten bei Mobilcom geschaffen werde. Möglicherweise erhöhe France Telecom mit ihrer Vorgehensweise den Druck auf den Vorstandsvorsitzenden Gerhard Schmid und die Banken, den Fortbestand des Unternehmens sieht der Betriebsratsvorsitzende aber derzeit nicht gefährdet.

Innerhalb der Belegschaft gebe es große Unruhe, räumte Teufel allerdings ein, der zugleich im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt. Man werde innerhalb der nächsten Tage das weitere Vorgehen innerhalb des Betriebsrates erörtern, kündigte Teufel an.

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