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Betriebsrat: Sparprogramm bei Thyssen-Krupp Steel könnte ausgeweitet werden

Das Sparprogramm bei Thyssen-Krupp Steel könnte nach Angaben des Betriebsrats ausgeweitet werden. "Wir befürchten, dass das Einsparvolumen größer werden soll", sagte ein Sprecher des Betriebsrats am Freitag in Duisburg der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx DUISBURG. Das Sparprogramm bei Thyssen-Krupp Steel könnte nach Angaben des Betriebsrats ausgeweitet werden. "Wir befürchten, dass das Einsparvolumen größer werden soll", sagte ein Sprecher des Betriebsrats am Freitag in Duisburg der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp will in seiner Stahlsparte 240 Mill. Euro bis September 2007 einsparen.

Rund ein Drittel der Summe soll durch Einschnitte im Personalbereich aufgebracht werden, wodurch 1 100 bis 1 350 Arbeitsplätze bedroht sind. Nach Angaben eines Konzernsprechers werden weiterhin die Maßnahmen erörtert, wie die Summe aufgebracht werden soll. Eine Ausweitung des Sparprogramms sei nicht geplant, sagte er. Thyssen-Krupp Steel hat im Geschäftsjahr 2002/2 003 knapp 50 000 Menschen beschäftigt und 17 Mill. Tonnen Rohstahl erzeugt.

Auslagerung

Nach Angaben des Betriebsrats sollen unter anderem das Rechnungswesen und der Sicherheitsdienst ausgelagert werden. "Das würde 440 Stellen in Deutschland umfassen", sagte der Arbeitnehmervertreter. Der Konzernsprecher bestätigte die geplanten Auslagerung. "Darüber wird mit dem Betriebsrat verhandelt."

Vor den Gesprächen mit der Konzernführung über das Sparprogramm zeigte sich der Betriebsrat kämpferisch. "Wir verlangen einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2015." Weiterhin solle der Vorstand eine Garantie für den Erhalt von allen sieben Standorten in Deutschland abgeben.

Angesichts des erwarteten Rekordgewinns im Geschäftsjahr 2003/2 004 (Ende September) dürften nicht nur die Arbeitnehmer belastet werden. Thyssen-Krupp Steel verdoppelte nach eigenen Angaben im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Vorsteuergewinn auf knapp 800 Mill. Euro. Die Zahlen will das Unternehmen am 1. Dezember vorlegen.

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