Betriebsrat: "Wir brachen mehr Details"
Opel-Verhandlungen abgebrochen

Die Verhandlungen über das Sanierungsprogramm für die Adam Opel AG und die übrigen europäischen Werke der Muttergesellschaft General Motors (GM) sind am Dienstagnachmittag unterbrochen worden.

dpa RÜSSELSHEIM. Die europäischen Betriebsräte haben die vom Management vorgelegten Informationen über den geplanten Kapazitätsabbau und beabsichtigte Kostensenkungen als "unzureichend" zurückgewiesen. "Wir brauchen ein Gesamtbild und mehr Details, um auf nationaler Ebene über die konkreten Schritte weiter verhandeln zu können", sagte der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Dienstag.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Die europäischen Arbeitnehmervertreter von Opel/GM wollen zunächst einen detaillierten Fragenkatalog an das Management richten. Angesichts der offensichtlich kontroversen Positionen scheint es unwahrscheinlich, dass die Verhandlungen bereits in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden können. Unklar ist vor allem, welchen Beitrag die beiden großen Montagewerke Bochum und Antwerpen (Belgien) leisten sollen.

Umsetzung des Sanierungsprogramms verzögert sich

Damit verzögert sich erneut die Umsetzung des Sanierungsprogramms "Olympia", mit dem Opel beziehungsweise GM-Europa nach Milliardenverlusten wieder in die Gewinnzone zurückkehren wollen. Ursprünglich sollte das Paket zur Reduzierung der Kapazitäten um 15 % oder 350 000 Autos im Jahr bereits Ende September vorliegen.

Zumindest der europaweit gültige Rahmenvertrag für "Olympia" konnte unter Dach und Fach gebracht werden. Es wurde bereits am Montagabend unterschrieben. Darin sind die Grundsätze der Kapazitätskürzungen, die Erhöhung von Produktivität und Flexibilität sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder festgelegt. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass kein Werk in Europa geschlossen und Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen wird.

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