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Betriebssystem XP soll Halbleiter-Flaute beenden

dpa MÜNCHEN. Intel-Chef Craig Barrett sieht im Laufe dieses Jahres möglicherweise eine Erholung auf dem krisengeschüttelten Halbleitermarkt. "Niemand weiß sicher, wann der Umschwung kommt", sagte der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Chipherstellers am Freitag in München. Mit der Einführung des neuen Microsoft - Betriebssystems XP im Herbst bestehe jedoch die Chance, dass sich die Lage wieder etwas bessere.

Das viel zitierte "Ende des PC" sieht der Intel-Chef jedenfalls noch lange nicht. Obwohl in diesem Bereich keine riesigen Zuwachsraten mehr zu erwarten seien, bleibe der heimische PC unabhängig vom Aufkommen mobiler Anwendungen die Basisstation für viele Internetnutzer, sagte Barrett. "Der PC ist nicht tot." Auch beim Trend zur Entwicklung immer kleinerer Chips mit immer höherer Rechenkapazität sei derzeit noch kein Ende abzusehen. Neue Technologien und Produktionsverfahren seien noch weit von der Marktreife entfernt.

Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft sagte der Intel-Chef, kaum ein Land in Europa verfüge über derart günstige Voraussetzungen für das Internetzeitalter. Ein großer Pluspunkt seien die sehr gut ausgebildeten und dem Internet aufgeschlossenen Arbeitskräfte. Die Infrastruktur für die Telekommunikation sei zudem im europäischen Vergleich in Deutschland am weitesten entwickelt.

Dennoch drohe der Mittelstand viele Chancen zu verspielen, da er sich nur zögerlich auf die Möglichkeiten des Internets einlasse. Dabei habe sich gezeigt, dass der Einsatz des globalen Netzes in Verkauf, Vertrieb und Verwaltung gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Vorteile biete. "Jedes Unternehmen sollte zu einem Internet-Unternehmen werden." Derzeit realisierten jedoch nur 21 % des Mittelstandes Aufgaben wie Vertrieb, Beschaffung und Logistik über das weltweite Datennetz.

Intel ist der weltweit größte Chip-Hersteller. Das Unternehmen mit Sitz in Santa Clara (Kalifornien) investiert nach eigenen Angaben in diesem Jahr rund 7,5 Mrd. Dollar in Produktionstechnologie und Fertigungsstätten sowie weitere 4,2 Mrd. Dollar in die Forschung und Entwicklung.

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