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Betriebsverfassungsrecht

BAG-Beschlussvom 29.06.2004 00:00:00 - 1 ABR 32/99



Bundesarbeitsgericht
Betriebsverfassungsrecht


EBRG § 2 Abs. 2, Abs. 3, § 5 Abs. 1, Abs. 2, § 8, § 9, § 21 Abs. 1, § 22 Abs. 3, Abs. 4; BGB § 275 Abs. 1, Abs. 2; ZPO § 263, § 264 Nr. 2, § 293

Der fingierten zentralen Leitung einer gemeinschaftsweit tätigen Unternehmensgruppe gem. § 2 Abs. 2 Satz 3, Satz 4 EBRG ist die Erfüllung eines Auskunftsanspruchs nach § 5 Abs. 1 EBRG nicht bereits deswegen subjektiv unmöglich i. S. von § 275 Abs. 1 BGB, weil sie selbst die erforderlichen Kenntnisse nicht besitzt, sondern sich diese erst von anderen Unternehmen der Gruppe beschaffen muss. Es steht insbesondere angesichts des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 13. 1. 2004 (C-440/00, DB 2004 S. 605) keineswegs fest, dass ihr eigener Auskunftsanspruch gegen die Gruppenunternehmen in den übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union dort nicht durchgesetzt werden kann.

BAG-Beschluss vom 29.06.2004 - 1 ABR 32/99





Quelle: DER BETRIEB, 15.12.2004

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