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Betriebsversammlungen über Karstadt-Quelle-Einschnitte begonnen

Die ersten Betriebsversammlungen über die radikalen Einschnitte beim größten europäischen Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle haben am Mittwochmorgen begonnen. In Berlin versammelten sich Beschäftigte in einem Karstadt-Lager im Stadtteil Neukölln, wie die Gewerkschaft ver.di bestätigte. Auch in Wismar kamen die Beschäftigten zusammen. Die Gewerkschaft hat das einschneidende Sanierungskonzept als "Kahlschlag" bezeichnet und Proteste angekündigt. ver.di geht davon aus, dass etwa jeder Dritte der 100 000 Beschäftigten um seine Zukunft bangen muss.

dpa-afx ESSEN/BERLIN. Die ersten Betriebsversammlungen über die radikalen Einschnitte beim größten europäischen Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle haben am Mittwochmorgen begonnen. In Berlin versammelten sich Beschäftigte in einem Karstadt-Lager im Stadtteil Neukölln, wie die Gewerkschaft ver.di bestätigte. Auch in Wismar kamen die Beschäftigten zusammen. Die Gewerkschaft hat das einschneidende Sanierungskonzept als "Kahlschlag" bezeichnet und Proteste angekündigt. ver.di geht davon aus, dass etwa jeder Dritte der 100 000 Beschäftigten um seine Zukunft bangen muss.

Der Handelsriese will bundesweit sein Netz von 181 Warenhäusern halbieren und vor allem kleinere, unrentable Häuser abstoßen oder ausgliedern. Auf Mitarbeiter- und Betriebsversammlungen werden die Beschäftigten an diesem Mittwoch bundesweit informiert. Allein in Berlin sind nach Einschätzung der Gewerkschaft etwa 1 000 bis 1 200 Arbeitsplätze des Konzerns bedroht. Sechs Häuser sollen verkauft werden, sagte Günther Waschkuhn, stellvertretender ver.di- Landesbezirksvorsitzender, am Mittwoch im Inforadio des RBB. Jeder fünfte bis sechste Berliner Arbeitsplatz bei Karstadt sei gefährdet.

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