Beust: „Es wird kein Durchmarsch werden.“
Mirow und Beust mischen sich unters Volk

"Michel, Alster, Ole" - Staatsmännisch im braunen Anzug und Ton in Ton mit dem Hintergrund blickt der 48-Jährige auf die Passanten. Glaubt man der Botschaft der CDU-Wahlkampfstrategen, dreht sich gut zwei Wochen vor der Wahl an der Elbe am 29. Februar alles um den populären Bürgermeister. Sie präsentieren den einst als Sonnyboy belächelten Ole von Beust als Vertrauensperson.

HB HAMBURG. Zum ernst zu nehmenden Kontrahenten ist inzwischen aber auch der Spitzenkandidat der vor gut zwei Jahren abgewählten SPD, Thomas Mirow, geworden. Der Isemarkt im feinen Hamburg-Harvestehude ist für den 50-jährigen Diplomatensohn fast ein Heimspiel. "Toi, Toi, Toi", "viel Erfolg" und andere gute Wünsche begleiten den Sozialdemokraten mit dem schüchternen Lächeln.

Eine Stunde hat das SPD-Wahlkampfteam für den Besuch Mirows auf Hamburgs schönstem und längstem Wochenmarkt eingeplant. Das Bad in der Menge ist aber immer noch nicht sein Ding. Der Kandidat hat sichtlich Mühe, auf die Leute zuzugehen. "Möchten Sie eine Clementine?" fragt er immer wieder. "Von Ihnen immer", sagt eine ältere Frau. Nur wenige finden die Aktion mit der Südfrucht "ausgesprochen lächerlich", zumal Mirow sich nicht einmal vorstellt.

Die meisten kennen ihn trotzdem. Deutlich gelöster mischt sich der Freiherr Ole von Beust unters Volk, nur Saalveranstaltungen sind seine Sache nicht: "Da erreichen Sie fast nur Parteimitglieder." Der stets höflich und bescheiden auftretende Politiker sucht lieber das persönliche Gespräch. Ein gutes Dutzend Besuche auf Wochenmärkten komplettieren den Terminkalender des Bürgermeisters im Februar.

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