Beust kann alleine regieren
Triumphaler Sieg für die CDU

Ole von Beust kann Hamburg künftig ohne Koalitionspartner reagieren: Die CDU hat bei der ersten Wahl im Superwahljahr die absolute Mehrheit der Mandate errungen. Die SPD stürzte ab. Schill verschwindet in der Bedeutungslosigkeit - und nach Südamerika.

HB HAMBURG. Mit einem Rekordzuwachs von 21 Prozentpunkten hat CDU-Bürgermeister Ole von Beust am Sonntag die Alleinregierung in Hamburg erobert. Dagegen setzte sich für die im Bund regierende SPD die Serie schwerer Wahlniederlagen beim ersten innenpolitischen Stimmungstest 2004 fort.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die Union auf 47,2 % der Stimmen. 2001 lag sie noch bei 26,2 %. Die SPD musste deutliche Verluste hinnehmen und landete bei 30,5 % (2001: 36,5). Die Grünen erreichten nach 8,6 nun 12,3 %. Gescheitert sind die FDP mit 2,8 % (2001: 5,1), die Partei Rechtstaatlicher Offensive mit 0,4 % (2001: 19,4) und Pro DM/Schill mit 3,1 %. Die CDU hat nun 63 der 121 Sitze in der Bürgerschaft, die SPD stellt 41 und die Grünen 17 Abgeordnete.

Die Sozialdemokraten mit dem Spitzenkandidaten Thomas Mirow stürzten auf ihr mit Abstand schwächstes Hamburger Ergebnis der Nachkriegsgeschichte. Das Debakel bedeutet auch einen Rückschlag für die wegen ihrer Reformpolitik kritisierte Bundesregierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Dem Votum der Hamburger wird Signalwirkung für dieses Jahr mit 13 weiteren Wahlen sowie der Kür des neuen Bundespräsidenten Ende Mai zugeschrieben.

Die CDU von Bürgermeister von Beust verdoppelte nahezu ihre Zahl von bisher 33 Mandaten und schaffte den größten Prozent-Zuwachs einer Partei bei Landtagswahlen in der Geschichte der Bundesrepublik. Allerdings hatte sie 2001 mit 26,2 % eines ihrer schwächsten Ergebnisse in Hamburg erzielt.

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