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BEV wirft Gaswirtschaft überhöhte Preisaufschläge vor

Der Bund der Energieverbraucher (BEV) hat der deutschen Gaswirtschaft vorgeworfen, sie missbrauche steigende Erdgas-Importpreise für überhöhte Preisaufschläge. "Die durch den Ölpreisanstieg höheren Importpreise sind nur ein willkommener Anlass für überhöhte Preisanhebungen", kritisierte der Verband am Mittwoch in Köln. Die derzeit geplanten Erhöhungen für die Haushalte lägen zwischen sieben und zwölf Prozent und sollten nicht bedenkenlos gezahlt werden. BEV-Vorsitzender Aribert Peters riet Verbrauchern, sie sollten lediglich den Gaspreis in bisherigen Höhe entrichten plus einer Preiserhöhung von höchstens zwei Prozent.

dpa-afx KÖLN. Der Bund der Energieverbraucher (BEV) hat der deutschen Gaswirtschaft vorgeworfen, sie missbrauche steigende Erdgas-Importpreise für überhöhte Preisaufschläge. "Die durch den Ölpreisanstieg höheren Importpreise sind nur ein willkommener Anlass für überhöhte Preisanhebungen", kritisierte der Verband am Mittwoch in Köln. Die derzeit geplanten Erhöhungen für die Haushalte lägen zwischen sieben und zwölf Prozent und sollten nicht bedenkenlos gezahlt werden. BEV-Vorsitzender Aribert Peters riet Verbrauchern, sie sollten lediglich den Gaspreis in bisherigen Höhe entrichten plus einer Preiserhöhung von höchstens zwei Prozent.

"Darüber hinausgehende Zahlungen sind nicht gerechtfertigt und brauchen nicht gezahlt zu werden", meinte der Verband. Die Energieversorger dürften die Beträge nur um einen "angemessenen" Betrag erhöhen. Jeder Verbraucher könne eine gerichtliche Feststellung verlangen, ob der Rechnungsbetrag diesem so genannten "billigem Ermessen" entspreche. Bis zu einer gerichtlichen Feststellung darüber müssten die überhöhten Preisaufschläge nicht gezahlt werden. In den vergangen Tagen hatten zahlreiche Gasversorger deutlich höhere Preise für diesen Herbst angekündigt.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen dem BEV zufolge, dass die Gaspreise bereits in den vergangenen Jahren deutlich stiegen - um mehr als zehn Prozent zwischen 1985 und 2002. Dagegen habe der Dachverband der Gaswirtschaft im Frühjahr 2004 behauptet, die Preise seien in diesem Zeitraum sogar gesunken. Der BEV vertritt nach eigenen Angaben fast 8000 private und kleingewerbliche Energieverbraucher.

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