Bevorstehender Modellwechsel bremst
BMW-Absatz im Rückwärtsgang

Der Absatzrückgang beim Autobauer BMW hat sich im April bedingt durch den bevorstehenden Modellwechsel beim 5er (  Bilder-Galerie ) weiter beschleunigt. Dennoch rechnet der Münchener Konzern für das Gesamtjahr nach wie vor mit einem Absatzplus.

Reuters MÜNCHEN. "Erst mit der vollen Verfügbarkeit der neuen 5er Limousine im Verlauf der zweiten Jahreshälfte und der überarbeiteten Modelle der 3er Reihe werden die Absatzwerte bei der Marke BMW wieder über den Vorjahreswerten liegen", teilte BMW am Freitag in München mit. Eine Stabilisierung der Weltkonjunktur und Reformen in Deutschland vorausgesetzt, gehe der Konzern für 2003 davon aus, bei allen Marken die Verkaufszahlen des Vorjahres zu übertreffen.

Im April verkaufte BMW mit 91 840 Automobilen 3,4 % weniger als im Vorjahresmonat. Im März hatte der Konzern erstmals seit Ende 1999 auf Monatsbasis mit minus ein Prozent einen Rückgang ausgewiesen.

Mini boomt weiter

Von der Kernmarke BMW wurden im vergangenen Monat 77 510 Fahrzeuge und damit 7,2 % weniger verkauft worden. Erneut deutlich zugelegen konnte hingegen der 2001 eingeführte Mini, bei dem der Absatz um 24,5 % auf 14 320 Einheiten kletterte. Zugleich habe der Trend zu höherwertigen Modellen bei der Neuauflage des britischen Kultmobils angehalten: Bei 77 % der verkauften Fahrzeuge handele es sich um die Varianten "Cooper" oder "Cooper S", während der Anteil des günstigeren "Mini One" bei lediglich 23 % liege.

Per Ende April verkaufte BMW mit konzernweit 353 430 Fahrzeugen 0,5 % weniger als in den ersten vier Monaten 2002. BMW-Chef Panke hatte sich anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen bereits am Donnerstag zu den ungefähren Absatzveränderungen bei BMW und Mini geäußert, auf Details aber verzichtet.

Positive Analysten-Kommentare

Die BMW-Aktie baute am Freitag wie schon am Vortag ihre Kursgewinne aus und legte bis zum Mittag um 2,3 % auf 29,07 ? zu. Dabei profitierte die Aktie offenbar von mehreren positiven Analystenkommentaren. So stufte die WestLB das Papier auf "Buy" von zuvor "Outperform" hoch. BMW sei für 2003 ein "sicherer Hafen" und könne 2004 angesichts neuer Modelle mit kräftigem Wachstum rechnen. Die Analysten von MM Warburg erhöhten das Kursziel für die Aktie um fünf auf 30 ?.

BMW hatte am Vortag für das erste Quartal vor Steuern einen Gewinnrückgang von 18 % ausgewiesen, die Erwartungen der Analysten damit aber übertroffen. Zugleich bestätigte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

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