Bewag-Aktionäre sollen ab Februar Vattenfall-Anteile bekommen
Zustimmung der Bewag-Aktionäre gilt als sicher

Die Aktionäre der Bewag AG sollen Anfang des nächsten Jahres für ihre Aktien an dem Versorger Anteile der Vattenfall Europe AG erhalten.

vwd BERLIN. Einen entsprechenden Beschluss solle die Hauptversammlung am 31. Januar fassen, sagte Vorstandssprecher Hans-Jürgen Cramer am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Berlin. Da der Streubesitz lediglich bei gut zehn Prozent und der Rest der Aktien bei der Vattenfall-Tochter HEW liegen, gilt eine Zustimmung als sicher. Das Umtauschverhältnis werde gegenwärtig in Gutachten ermittelt, die "rechtzeitig" vorliegen sollen, sagte Finanzvorstand Rudolf Schulten.

Einen genauen Zeitpunkt, bis zu dem die Gutachten erstellt sein sollen, nannte er jedoch nicht. Allerdings soll bereits bis zum Jahresende der Bewag-Aufsichtsrat über die Integration in den neuen Stromkonzern entscheiden, der durch eine Verschmelzung der Regionalversorger HEW, Veag/Laubag und Bewag zum drittgrößten Stromkonzern in Deutschland wird.

Ob der an der Börse handelbare Anteil von rund sechs Prozent an Vattenfall Europe zukünftig durch Kapitalerhöhung vergrößert oder im Gegenteil ein Squeeze-Out angestrebt werde, sei noch offen, sagte Schulten. Klar sei aber, dass die Bewag innerhalb des Konzerns zur Stabilisierung der Ertrags- und Wirtschaftskraft wichtig sei. An der von Vattenfall Europe angestrebten Rendite auf das eingesetze Kapital von neun Prozent werde die Bewag im Geschäftsjahr 2002/03 (30.6.) einen "wesentlichen Beitrag" leisten.

Der Bewag-Umsatz werde im kommenden Jahr mindestens das Niveau des Vorjahres von 2,926 Mrd. Euro erreichen. Mit dieser Kennziffer steigerte Bewag ihren Umsatz um 47,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was in einem höheren Stromabsatz und höheren Preisen begründet liege. Der Jahresüberschuss lag wie im Vorjahr bei 148 Mill. Euro, das EBIT bei 293 (VJ: 288) Mill. Euro. Bedeckt hielt sich der Vorstand bei der Frage nach weiterem Stellenabbau.

Die alten Planungen sähen bis zum Jahr 2005 eine Mitarbeiterzahl von 4 000 vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen noch 5 113 Menschen. Inwieweit der geplante Stellenabbau durch die Intgration in Vattenfall Europe noch verschärft werde, stehe noch nicht fest. "Es gibt derzeit keine neue Personenzahl", sagte Cramer, räumte aber gleichzeitig ein, dass es Synergieffekte geben werde. An aktuellen Stellenplan werde gegenwärtig gearbeitet.

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