Bewag-Chef Winje muss offenbar seinen Stuhl räumen
Stellenstreichungen bei neuem Stromriesen möglich

Beim neuen großen Stromkonzern im Norden und Osten Deutschlands sind Stellenstreichungen nach Einschätzung des designierten Firmenchefs Klaus Rauscher nicht ausgeschlossen.

afp BERLIN. Der Fusionsprozess der Energiefirmen Bewag, HEW, VEAG und Laubag werde "natürlich auch von Effizienz-Steigerungsmaßnahmen begleitet werden müssen, sagte Rauscher am Dienstag im Berliner Privatsender FAZ-Businessradio, "aber wir werden sehr verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen". Der derzeitige Vorstandschef der Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) fügte hinzu: "Man soll nie sagen, dass es keine Schwierigkeiten gibt."

Nach Informationen der "Berliner Zeitung" dürfte der Chef des Berliner Versorgers Bewag, Dietmar Winje, zu den ersten Personalopfern des Milliarden-Deals gehören. Dem Manager könnte es zum Verhängnis werden, dass er im Machtkampf zwischen den Stromkonzernen Mirant aus den USA und Vattenfall aus Schweden mehrfach die Seiten wechselte, meldete das Blatt am Dienstag und berief sich dabei auf Kreise des Vattenfall-Konzerns. Die Schweden sind bereits Großaktionär bei HEW, VEAG und Laubag. Am Montag hatten sie bekannt gegeben, von Mirant weitere 44,8 % an der Bewag und damit die unangefochtene Kontrolle zu übernehmen. Für den Rückzug zahlt Vattenfall 1,63 Mrd. Dollar (1,83 Mrd. ?) an Mirant.

Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall kündigte in der "Berliner Zeitung" Protest gegen die Wahl Berlins zum Standort des "Neue Kraft" getauften Stromkonzerns an. Die Hansestadt biete "die besseren Bedingungen", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die atom-kritische Landesregierung in Berlin.

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