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Bewegender Konzertfilm: «Lightning in a Bottle»

Hamburg (dpa) - Das war ein richtiges Familientreffen, dieses fünfstündige Benefizkonzert am 7. Februar 2003 in der Radio Music Hall in New York. Blueslegenden wie B.B. King, Buddy Guy oder Solomon Burke trafen auf jüngere Musiker, und so entfaltete sich die ganze Vielfalt und Vitalität dieser Musik, der an diesem grandiosen Abend so gar nichts Museales anhaftete.

Hamburg (dpa) - Das war ein richtiges Familientreffen, dieses fünfstündige Benefizkonzert am 7. Februar 2003 in der Radio Music Hall in New York. Blueslegenden wie B.B. King, Buddy Guy oder Solomon Burke trafen auf jüngere Musiker, und so entfaltete sich die ganze Vielfalt und Vitalität dieser Musik, der an diesem grandiosen Abend so gar nichts Museales anhaftete.

Blues, das ist das Leben in allen seinen Facetten, nicht nur Melancholie oder Trauer, auch Liebe, Lust und Sex gehören dazu. Regisseur Antoine Fuqua («Tränen der Sonne») hat in seinem bewegenden, von Martin Scorsese produzierten Dokumentarfilm «Lightning in a Bottle», die größten Momente dieses denkwürdigen, Generationen übergreifenden Konzertes festgehalten. Dazu gibt es Backstage-Interviews, Aufnahmen von den Proben und Archivmaterial aus der Geschichte des Blues, die immer auch eine Geschichte des Kampfes um Bürgerrechte und Freiheit war.

Von den afrikanischen Wurzeln über die Gesänge auf den Baumwollfeldern der amerikanischen Südstaaten bis zum Anti-Bush-Song des Rap-Stars Chuck D spannt sich der musikalische Bogen in diesem kurzweiligen Konzertfilm. Blues lässt sich eben nicht auf einen Nenner bringen. Immer wieder betonen die Musiker, dass man diese Musik nicht einfach vom Blatt spielen kann, sondern leben muss.

Wunderbare Momente und Lebensgeschichten sind dabei: Wenn der grandiose, fast siebzigjährige Gospel-Sänger Solomon Burke, der auch «Bishop of Soul» genannt wird, zu seiner gesungenen Predigt ansetzt, dann ist die Erleuchtung nicht weit. Oder der große B.B. King, der seine Gitarre liebkost, als würde er seine Geliebte im Arm halten. Oder die 1928 geborene Sängerin Ruth Brown, die mit ihrem umwerfenden Charme bezaubert, und immer noch eine tolle Stimme hat.

Über seine Gefühle bei den Dreharbeiten sagte Regisseur Antoine Fuqua: «Da war geballte Energie am Start, und ich sah mich echter Größe und einem wahnsinnigen Erfahrungsschatz gegenüber. Ich bin bei dieser Arbeit Menschen begegnet, denen es gelungen ist, ihre Existenz als Stoff für ihre Musik zu nutzen - in allen möglichen Höhen und Tiefen.»

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