Bewegung auf beiden Seiten
Neue Gespräche im Banken-Tarifkonflikt

Im Tarifkonflikt des privaten Bankgewerbes soll es nach dreimonatiger Verhandlungspause in Kürze wieder ein Sondierungsgespräch geben.

HB/dpa BERLIN. Darauf haben sich Arbeitgeber und Dienstleistungsgewerkschaft verdi nach Zugeständnissen beider Seiten verständigt. Als neues Ziel gaben die Tarifparteien aus, den Konflikt bis Ende Oktober zu beenden. Der Streit zieht sich bereits seit dem Frühjahr in die Länge. Die letzte reguläre Verhandlungsrunde war Mitte Juni.

Für die bundesweit 400 000 Bank-Beschäftigten hatte verdi ursprünglich 6,5 Prozent mehr Geld gefordert. Mittlerweile ist die Gewerkschaft aber zu einem deutlich niedrigeren Abschluss bereit. Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) hat seinen Mitgliedern eine freiwillige Anhebung der Gehälter um 3,1 Prozent empfohlen. Hauptstreitpunkt ist jedoch die Forderung der Arbeitgeber nach einem variablen Vergütungssystem für Außendienstler, was die Gewerkschaft zunächst strikt ablehnte.

Mittlerweile erklärte sich ver.di-Verhandlungsführer Hinrich Feddersen bereit, über variable Gehaltsanteile für einen "eng begrenzten Personenkreis" zu verhandeln. Im Gegenzug verzichteten die Arbeitgeber auf die Forderung nach einer Kürzung des Festgehalts um bis zu 35 Prozent. Einen konkreten Termin für neue Verhandlungen gibt es noch nicht. Zunächst sollen in einem Sondierungsgespräch in kleinem Kreis die Positionen geklärt werden. "Wir wollen versuchen, uns so weit zu einigen, dass wir bis Ende Oktober zu Potte kommen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber, Gerd Benrath.

Zugleich drohte verdi damit, die Protestmaßnahmen auszuweiten, falls es in den nächsten Wochen keine Einigung gibt. Am 30. und 31. Oktober werde dann in nahezu allen Bundesländern gestreikt. In den vergangenen Monaten war es nur zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen in einzelnen Bundesländern gekommen. Betroffen waren vor allem Banken und Sparkassen in Berlin.

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