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Bewegung im Airbus-Streit in Hamburg

Im Streit um die Verlängerung der Start- und Landebahn des Airbus-Werks in Hamburg haben sich die Fronten weiter gelockert. Dennoch wollten die Konfliktparteien am Montag keine offizielle Stellungnahme zum Stand der Gespräche über den vom Senat angestrebten Kauf mehrerer Grundstücke abgeben.

dpa-afx HAMBURG. Im Streit um die Verlängerung der Start- und Landebahn des Airbus-Werks in Hamburg haben sich die Fronten weiter gelockert. Dennoch wollten die Konfliktparteien am Montag keine offizielle Stellungnahme zum Stand der Gespräche über den vom Senat angestrebten Kauf mehrerer Grundstücke abgeben. Sie beriefen sich auf Vertraulichkeit. "Es ist Bewegung in der Sache", sagte am Montag der Sprecher der Wirtschaftsbehörde, Christian Saadhoff. Airbus gehört zu 80 Prozent EADS und zu 20 Prozent zur britischen BAE Systems Plc

Nach Zeitungsberichten hatte die Behörde inzwischen ein weiteres Grundstück im Bereich der Trasse der geplanten längeren Landebahn gekauft. Die Verhandlungen über einige wenige Flächen im Besitz von Airbus-Gegnern dauerten noch an. Insgesamt sollen noch vier Grundstückbesitzer mit dem Senat in Verhandlung stehen, unter ihnen die Kirche in der Ortschaft Neuenfelde.

Um den Bewohnern von Neuenfelde eine Sicherheit zu geben, dass die Airbus-Startbahn nicht über die geplanten 589 Meter hinaus verlängert wird, sind gegenwärtig drei Modelle im Gespräch. Der Senat hatte den Neuenfeldern angeboten, ein an die Landebahnverlängerung grenzendes Grundstück per Grundbucheintrag für weiteren Bauarbeiten zu sperren. Danach wurde ein Grundstück-Tausch vorgeschlagen, um der Kirche die Kontrolle über das angrenzende Grundstück zu geben. Hamburgs Universitäts-Präsident Jürgen Lüthje, der in der Vorwoche eine Privatinitiative in Neuenfelde gestartet hatte, schlug wiederum vor, die an die Startbahn-Verlängerung angrenzenden Obstgärten einer Stiftung zu unterstellen.

Der Senat muss bis spätestens Mitte November eine Lösung herbeiführen. Dann entscheidet der Airbus-Aufsichtsrat endgültig über die Vergabe des Auslieferungszentrums für das neue Großraumflugzeug A 380. Das Zentrum sollte ursprünglich in Hamburg eingerichtet werden, könnte aber bei einem Misserfolg des Senats an Toulouse vergeben werden.

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