Bewegung im Tarifstreit
Metall-Arbeitgeber zu neuem Angebot bereit

Im Tarifkonflikt der Metallindustrie sind die Arbeitgeber offenbar zu einem neuen Angebot bereit."Es wird sich etwas bewegen. Sonst ginge man nicht in neue Verhandlungen", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Hans-Werner Busch am Dienstag im Deutschlandfunk.

Reuters BERLIN. In Baden-Württemberg, wo seit Anfang vergangener Woche gestreikt wird, wollen die Tarifverhandlungen am Mittwoch erneut den Versuch unternehmen, den Konflikt am Verhandlungstisch beizulegen. Busch machte allerdings deutlich, dass die Arbeitgeber von der IG Metall Kompromissbereitschaft erwarten. "Es kann nicht eine einseitige Bewegung sein", sagte er.

Busch sagte, bei der diesjährigen Lohnrunde müssten neben den Einkommenserhöhungen auch die Laufzeit des Tarifvertrags und der Einstieg in den Entgeltrahmentarifvertrag (ERA) berücksichtigt werden. "Die drei Elemente müssen sinnvoll zusammengebracht werden. Da sollte man nicht nur auf die Lohnhöhe schauen." Die Arbeitgeber hatten zuletzt 3,3 % mehr Lohn und Gehalt sowie eine Einmalzahlung von 190 Euro angeboten. Die IG Metall, die mit einer 6,5-Prozent-Forderung in die Verhandlungen gestartet war, strebt einen Abschluss von mindestens vier Prozent an. Mit dem Entgeltrahmentarifvertrag sollen die Einkommen von Arbeitern und Angestellten angeglichen werden, die vergleichbare Tätigkeiten ausüben.

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall wiederholte die Forderung, im Bündnis für Arbeit die Grundbedingungen für die Tarifpolitik festzulegen. Das sei eine nicht aufgebbare Forderung. Abschlüsse müssten allerdings den Tarifvertragsparteien vorbehalten werden. Busch sagte weiter, ein Treffen im Bündnis für Arbeit noch vor der Bundestagswahl würde wahrscheinlich kein Ergebnis bringen. Es würde stattdessen "zwangsläufig in die Wahlkampf-Rhetorik eingebunden" und wäre einem Ergebnis nicht förderlich.

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