Bewegung in Gespräche gekommen
Autobauer bleiben an Kirchs Formel-1-Rechten dran

Wenn der Preis stimmt, wollen führende Autokonzerne in die Vermarktung der Rennsportserie einsteigen. Die Gespräche mit Kirch sind in vollem Gange.

dpa MÜNCHEN. In die Verhandlungen zwischen der Kirch-Gruppe und den Autoherstellern über die Kontrolle der Formel 1 kommt Bewegung. Mercedes-Chef Jürgen Hubbert bekräftigte die Bereitschaft der Autokonzerne zum Einstieg in die Vermarktung der Rennsportserie, wenn der Preis stimmt. Ein Sprecher der Kirch-Gruppe wollte am Mittwoch den Stand der Gespräche nicht kommentieren.

Derzeit hält die Kirch-Gruppe die Mehrheit an der Formel 1. Kirch- Vize Dieter Hahn hatte am Wochenende erstmals angedeutet, dass im Rahmen einer Sanierung des Konzerns auch ein kompletter Verkauf der Formel 1 eine Alternative sei. Die Autohersteller wollen schon länger einen Fuß in die Vermarktung bekommen. Sie befürchten unter anderem, Kirch könne die Formel 1-Rechte exklusiv an sein Bezahlfernsehen Premiere World vergeben. Die Hersteller planen für das Jahr 2008 eine eigene Grand Prix-Serie.

Kirch hatte den Teams bereits im vergangenen Jahr 25 % am Kapital der Formel 1 angeboten. Hubbert sagte der dpa in Valencia, dies sei kein Angebot gewesen, "über das es sich nachzudenken lohnt". Er deutete an, dass die angenommene Bewertung der Formel 1 derzeit zu hoch sein könnte. Schließlich habe die Gesellschaft nicht nur hohe Erträge, sondern auch Schulden. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) bekräftigte er jedoch die Verhandlungsbereitschaft der Hersteller: "Wenn man uns ein attraktives Angebot macht, sind wir gesprächsbereit."

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