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BfG Bank stuft Schering von 'halten' auf 'aufstocken' hoch

dpa/afx FRANKFURT. Die BfG Bank hat die Aktie des Pharma-Konzerns Schering von "halten" auf "aufstocken" heraufgestuft. Wie die Bank am Freitag in Frankfurt mitteilte, sei das Papier ein "Qualitätstitel" mit hohem Wachstumspotenzial. Eine weitere Ausschöpfung dessen dürfte auch künftig für zweistellige Umsatz- und Ergebniszuwachsraten sorgen. Der Kurs ist gegenüber den Höchstständen im Oktober etwas zurückgegangen. Damit sei das KGV unter 30 gefallen. Die Analysten betrachten dies als "temporäre" Entwicklung. Die Experten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn pro Aktie von 1,80 Euro und von 2,10 Euro für 2001.

Aller Voraussicht nach werde sich das Gewinnwachstum im nächsten Jahr verringern, da allein auf dem US-amerikanischen Markt drei Medikamente eingeführt werden würden. Das erfordere hohe Aufwendungen für das Marketing. Außerdem würden Rationalisierungsaufwendungen das Ergebnis beeinflussen. Allerdings gehen die Analysten von "kontinuierlichen" Umsatz- und Ergebniszuwächsen im zweistelligen Bereich aus.

Um den Unternehmenswert zu steigern, habe Schering einen Aktienrückkauf gestartet, der in der Summe zu den größten in Deutschland zähle. Darüber hinaus hätten auch der Aktiensplitt und die Sonderausschüttung der Dividende der Aktie zu einer guten Performance verholfen. Nicht zuletzt sei auch die Investor-Relations-Arbeit intensiviert worden. Das Unternehmen wolle außerdem seine Marktkapitalisierung erhöhen, um vor Übernahmen "einigermaßen" geschützt zu sein. Die 12,4 Mrd. Euro dafür seien allerdings im internationalen Vergleich "nicht viel".

Seit dem 12. Oktober ist Schering auch an der New York Stock Exchange notiert. Damit mache das Unternehmen deutlich, wie stark es auf den amerikanischen Markt setze. In den USA erziele der Pharmakonzern derzeit 21 % seines Umsatzes. Diese Anteil soll in den kommenden Jahren auf 30 % steigen. Das bedeute, dass im Jahr 2005 etwa 2 Mrd. Euro jenseits des Atlantiks erlöst würden. Mit dem Listing in New York wolle Schering die Aktien auch als Akquisitionswährung für Übernahmen einsetzen.

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