BHF-Bank rechnet mit hohen Kosten im zweiten Versteigerungsabschnitt
Teures Nachspiel für die sechs Mobilfunk-Anbieter

HB FRANKFURT. Auch in der zweiten Runde der Lizenzversteigerung müssen sich die sechs Mobilfunk-Anbieter, die heute zum Zuge gekommen sind, auf hohe Kosten einstellen. Nach Berechnungen der BHF-Bank, Frankfurt, werden die Zusatzfrequenzen, die jetzt zur Versteigerung stehen, mindestens 4 Mrd. DM pro Block kosten. In der zweiten Versteigerungsrunde, die grundsätzlich nach dem Muster der ersten Auktion organisiert ist, dürfen nur noch die Unternehmen mitbieten, die eine Lizenz ersteigert haben. Anders als in der ersten Runde werden die Frequenzblöcke allerdings ungepaart vergeben - zumindest theoretisch könnte daher ein Anbieter für alle fünf Blöcke den Zuschlag erhalten.

Nach Ansicht der Bank-Analysten werden die Zusatzfrequenzen sehr begehrt sein, obwohl die Regulierungsbehörde für Post - und Telekommunikation (Reg) hatten verlauten lassen, zwei gepaarte Frequenzblöcke seien ausreichend, um ein bundesweit funktionierendes Mobilfunknetz zu betreiben. So seien in Großbritannien selbst die kleinsten Lizenzen zusätzlich mit einem gepaarten Block untermauert. Laut BHF-Analyse werden vor allem die beiden großen Mobilfunkanbieter T-Mobil und Mannesmann versuchen, Zusatzfrequenzen zu erhalten. "Nimmt man den derzeitigen Marktanteil der GSM-Netzbetreiber als Richtgröße, dann müssten T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk je rund 40 Prozent ders gesamten UMTS-Frequenzspektrums ersteigern", schreiben die Analysten. Da es allerdings auch "durchaus strittig" sei, ob eine Mini-Lizenz mit zwei gepaarten Frequenzblöcken eine Gewähr für einen funktionierendes Netz biete, sei mit Geboten der kleinen Anbieter zu rechnen. Einschließlich der zweiten Runde sei daher mit einem Lizenzerlös von 120 Mrd. DM zu rechnen, resümiert die BHF-Bank.

Die Marktsituation im Überblick:



Quelle: Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
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