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Bielefeld siegt im Aufsteigerduell gegen Nürnberg

Nach dem ersten Saisonsieg ausgerechnet im Duell der Aufsteiger beim 1. FC Nürnberg fielen Spielern und Verantwortlichen von Arminia Bielefeld Steine vom Herzen. „Sie hören ja, wie es aus mir heraussprudelt“, sagte Arminia-Trainer Uwe Rapolder nach dem ersten „Dreier“ fast euphorisch.

dpa NÜRNBERG. Nach dem ersten Saisonsieg ausgerechnet im Duell der Aufsteiger beim 1. FC Nürnberg fielen Spielern und Verantwortlichen von Arminia Bielefeld Steine vom Herzen. "Sie hören ja, wie es aus mir heraussprudelt", sagte Arminia-Trainer Uwe Rapolder nach dem ersten "Dreier" fast euphorisch.

"Es war ganz wichtig, dass die Mannschaft dieses Erfolgserlebnis hat. Der erste Sieg ist doch immer der wichtigste." Mit 2:1 hatten die Ostwestfalen beim vor heimischer Kulisse erneut enttäuschenden "Club" gewonnen und phasenweise starken Konter-Fußball gezeigt. Diebisch freute sich der wieder einmal defensiv wie offensiv sehr agile Rüdiger Kauf über den unerwarteten Coup: "Das hat uns keiner zugetraut, dass wir sogar auswärts Punkte holen können."

Vier Tage nach dem Pokal-Aus gegen Zweitligist LR Ahlen konnten die Nürnberger vor 17 960 Zuschauern nur zu Beginn überzeugen: Mit Schwung ging es nach vorne, doch Mario Cantaluppi (6.) und Marek Mintal (11.) konnten ihre Chancen nicht nutzen. Die Gäste ließen sich dagegen nicht lange bitten: In der 18. Minute starteten die Arminen, die bis dahin nur zwei Punkte geholt hatten, einen ihrer präzisen Konter, den Fatmir Vata per Kopf abschloss.

Fortan verkrampften die Hausherren und kamen nur noch ganz selten zu gefährlichen Aktionen. Nach der Pause versäumten es die Bielefelder, das Spiel frühzeitig für sich zu entscheiden. Drei Großchancen ließen die Arminen ungenutzt - und zogen sich den Unmut ihres Trainers zu: "Heute war trotz allem die Chancenverwertung unser Schwachpunkt", schimpfte Rapolder und richtete besorgt den Blick nach vorn. "Das kann sich bitter rächen in der Fußball-Bundesliga."

Doch in der 64. Minute erlöste Patrick Owomoyela seine Elf und baute die Führung aus. Nürnberg kam zwar durch den eingewechselten Stefan Kießling (75.) zum Anschlusstreffer, doch lief sich der "Club" gegen das Bielefelder Bollwerk immer wieder fest. "Wir haben viel zu viel gespielt", las Trainer Wolfgang Wolf seinen jungen Spielern die Leviten. "Wir hätten die Brechstange rausholen müssen."

Wolf, der einen Tag vor der Heimniederlage 47 Jahre alt geworden war, nahm seine Mannschaft dennoch in Schutz - auch vor den Pfiffen der eigenen Fans. "Wenn man zu Hause verliert, haben die Fans auch das Recht zu pfeifen. Aber hier ist man viel schneller unruhig, als dass man sich freut." Auch Abwehrchef Tomasz Hajto wollte den verlorenen Punkten nicht lange hinterher trauern: "Wir werden in Dortmund versuchen, unsere Chancen durch Konter zu nutzen."

Die Bielefelder genossen dagegen den Glücksmoment. "Wir haben die Augen zugemacht und gekämpft, damit wir die drei Punkte nach Hause holen", freute sich Delron Buckley. Und Rapolder ließ den von der Punktausbeute her schwachen Saisonstart noch einmal Revue passieren. "Auch wenn man gut spielt, aber zu wenig Punkte macht, nimmt der Druck zu." Nach dem ersten "Dreier" war der Trainer entspannt - und voller Zuversicht: "Wenn wir ruhig spielen und unsere Konter ausnutzen, dann werden wir noch einige Spiele gewinnen."

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