Bielefelds Patrick Owomoyela von eigener Leistung enttäuscht
Wolfsburg beendet Talfahrt mit 5:0 gegen Bielefeld

Der wie entfesselt auftrumpfende VfL Wolfsburg hat mit seinem höchsten Sieg der Saison die Talfahrt gebremst und überwintert nach der erfolgreichsten Halbserie in der Fußball- Bundesliga auf Tabellenplatz vier.

HB WOLFSBURG. Nach drei Niederlagen in Serie feierten die "Wölfe" am Sonntagabend gegen Arminia Bielefeld ein 5:0 (4:0)-Schützenfest und rückten Spitzenreiter Bayern München mit nur vier Punkten Rückstand dicht auf den Pelz. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor leitete Thomas Rytter (14. Minute) den vierten Sieg im vierten Heimspiel gegen die Arminia ein, den Diego Klimowicz (26.) und Thomas Brdaric (37./40.) schon vor der Pause perfekt machten. Martin Petrov (67.) verwandelte einen Foulelfmeter, den Petr Gabriel an Brdaric verursacht hatte, und krönte seine Super-Leistung.

Niedergeschlagen war nach seiner schwachen Leistung Bielefelds Patrick Owomoyela am Tag vor seinem Jungfernflug mit der Nationalmannschaft nach Asien. "Da muss er sich jetzt selber rausziehen", sagte sein Trainer Uwe Rapolder. "Ich werde versuchen, ihn ein wenig zu trösten." Vom Spiel seiner Mannschaft war der Coach enttäuscht. "Das war ein schwarzer Tag. Die letzte Spannung hat gefehlt. Ich bin froh, dass jetzt eine Pause kommt."

Beim unter Wert geschlagenen besten Aufsteiger, der mit 24 Punkten Zehnter bleibt, fehlte der Gelb-gesperrte Rüdiger Kauf, den Rapolder durch Michael Fink nicht gleichwertig ersetzen konnte. Wolfsburgs Trainer Erik Gerets konnte vor 24 013 Zuschauern in der VW-Arena wieder Kevin Hofland und Petrov aufbieten. Vor allem die Rückkehr des Bulgaren zeigte Wirkung. Nicht nur Owomoyela hatte seine liebe Not mit dem Torjäger, der sich diesmal als Vorbereiter profilierte.

Einen starken Eindruck hinterließ bei Wolfsburg auch Andres D'Alessandro. Mit einer langen Flanke bediente der Olympiasieger Rytter, der volley die Führung erzielte. Nur zwölf Minuten später ging der muntere Torreigen weiter - diesmal war Petrov maßgeblich beteiligt. Seine Ecke verwertete Klimowicz per Kopf zum 2:0. Der schwächelnde Owomoyela kam gegen den Argentinier zu spät.

Eine Kopie war das vierte Tor durch Brdaric, der mit seinem Doppelpack die torreichste Halbzeit der Wolfsburger in deren Bundesliga-Geschichte vervollständigte. Bei Treffer Nummer drei hatte Nationalspieler Brdaric von Petrovs Vorarbeit profitiert, der im Sprint Owomoyela stehen ließ und Brdaric glänzend bediente. "Wir standen mächtig unter Druck. Die Erwartungen sind schon sehr hoch geworden hier in Wolfsburg", sagte Brdaric und verabschiedete sich zum Treffpunkt der Nationalmannschaft.

Brdaric war auch der Initiator des fünften Wolfsburger Streichs. Seinen Sturmlauf konnte Gabriel im Strafraum nur per Foul stoppen. Den Elfmeter wollte eigentlich D'Alessandro schießen, doch Petrov schnappte sich den Ball, verwandelte sicher und gab dem stinksauren Argentinier keine Gelegenheit zum weiteren Protest.

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