Bien hält Übernahme durch Großaktionär für möglich
Bien-Haus AG erwartet steigenden Auftragseingang

Die Bien-Zenker-Gruppe, Schlüchtern, rechnet für das laufende Jahr trotz eines avisierten höheren Auftragseingangs mit rückläufigen Umsätzen und Erträgen.

vwd FRANKFURT. Wie der Vorstandsvorsitzende der Bien-Haus AG, Hans Bien, am Mittwoch in Frankfurt sagte, werden die Konzernumsätze voraussichtlich auf 300 (2000: 310,5) Mill. DM sinken. Auch die Erträge dürften geringfügig niedriger als im Vorjahr ausfallen, sagte Bien weiter. Grund dafür seien unter anderem die zu erwartenden Kosten aus dem geplanten weiteren Vertriebsausbau der Unternehmensgruppe. Der im Vorjahr gesunkene Auftragseingang soll dagegen bis Jahresende auf 360 (301,4) Mill. DM zulegen.

Auftragszugänge verspricht sich die Gruppe dabei durch eingeführte neue Produkte sowie die direktere Ansprache von Bauwilligen durch neue Vertriebswege, vor allem auch in osteuropäischen Ländern. Von Januar bis März habe die Gruppe in Deutschland ihren Auftragszugang gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereits auf 60,1 (59,3) Mill. DM leicht gesteigert. Zwar hätten die Tochtergesellschaften in Ungarn und Polen im Vorjahr Verluste erzielt, durch Kosteneinsparungen soll 2001 in Ungarn aber wieder die Gewinnzone erreicht und in Polen ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Durch die Expansion in die osteuropäische Märkte eröffneten sich die die Gruppe "große Chancen", betonte Bien.

Darüber hinaus führe Bien-Haus in Deutschland derzeit mit mehreren Partnern Gespräche über Kooperationen beim Vertrieb und der Produktion, die noch 2001 zum Abschluss gebracht werden sollen. Bien zufolge ist die Gruppe dabei sowohl an einem Anteilverkauf als auch einem-kauf interessiert. Eine Übernahme der Gruppe durch einen neuen Großaktionär sei durchaus möglich, sagte der Vorstandsvorsitzende. Vorausgesetzt, dies sei von Vorteil für die eigenen Aktionäre. Das Jahr 2000 bezeichnete Bien als "schwieriges Jahr" für die deutsche Bauindustrie, gekennzeichnet durch sinkende Investitionen und Baugenehmigungen sowie verschlechterte finanzielle Rahmenbedingungen für Bauwillige.

Die Bien-Zenker-Gruppe als Nummer drei ihrer Branche in Deutschland habe sich im mittleren Preissegment mit einem Zuwachs von 4 % auf 112,7 Mill. DM gut behaupten können, aber im oberen Preissegment erneut schwächer abgeschlossen. Insgesamt seien 1 161 Hauseinheiten abgesetzt worden. Das Angebot für preisgünstige Häuser soll nun verbessert werden, im oberen Segment sei "nur noch wenig zu holen", erläuterte Bien. Das Ergebnisplus im Jahr 2000 führte Bien unter anderem auf Kosteneinsparungen bei Material und Stellenstreichungen zurück.

Seinen Angaben zufolge wollen Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 22. Juni eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 2,00 DM je Aktie vorschlagen. Ferner sollen die Aktionäre einer weiteren Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln auf 7,38 Mill. Euro zustimmen. Das Ergebnis nach DVFA/SG für den Konzern belief sich weiteren Angaben nach im Jahr 2000 auf 9,6 (8,2) Mill. DM, was einem Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG von 2,05 (1,71) Euro entspricht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%