Bilanz eines Schicksals
Fall "Elian" kostete US-Justiz rund 3,7 Millionen Mark

afp WASHINGTON. Der monatelange Sorgerechtsstreit um den kubanischen Flüchtlingsjungen Elián González hat das US-Justizministerium 1,8 Mill. $ (rund 3,7 Mill. DM) gekostet. Die Summe umfasse alle Ausgaben seit der Ankunft des Jungen in den USA im November, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Darin enthalten seien 230 000 $ für die Befreiungsaktion im April, als bewaffnete US-Vollzugsbeamte den Jungen aus dem Haus seines Großonkels in Miami holten, um ihn seinem Vater zu übergeben. Nach Angaben des ehemaligen Vorsitzenden des Nationalen Kirchenrats, Joan Campbell, wurde ein Fonds mit 60 000 $ geschaffen, mit dem die Anwaltskosten von Eliáns Vater Juan Miguel González finanziert werden sollen. Dieser war am Donnerstag mit seinem sechsjährigen Sohn in seine kubanische Heimat zurückgekehrt.

Eliáns Mutter und sein Stiefvater waren im November nach dem Untergang ihres Bootes auf der Flucht in die USA ertrunken. Der Junge selbst konnte sich fast 50 Stunden an den Schlauch eines Autoreifens geklammert über Wasser halten, bis Fischer ihn aus dem Meer zogen.

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