Bilanz für Jahr 2000 zufrieden stellend
HEW will drittgrößter deutscher Energiekonzern werden

Die Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) wollen gemeinsam mit der Berliner Bewag und den ostdeutschen Versorgern Veag und Laubag der drittgrößte Konzern auf dem deutschen Strommarkt nach RWE und Eon werden.

ap HAMBURG. Im Jahr 2003 soll die Holding der "neuen Kraft", so der Arbeitstitel des Konzerns, gebildet werden, wie HEW-Vorstandschef Manfred Timm am Mittwoch in Hamburg mitteilte: "Für die HEW sind damit die entscheidenden, strategischen Schritte vollzogen, um im europäischen Strommarkt erfolgreich zu bestehen."

Um Synergie-Effekte zu nutzen, kündigte Timm jedoch für alle vier an der Fusion beteiligten Unternehmen "moderate Personaleinsparungen" an. Dies sei notwendig, um die Arbeitsplätze an allen Standorten langfristig zu sichern. Insgesamt werde der Konzern nach der Fusion etwa 19 000 bis 20 000 Mitarbeiter haben. Zurzeit sind bei HEW, Laubag, Veag und Bewag insgesamt mehr als 22 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Der neue Konzern mit Hauptsitz in Berlin werde jährlich 76 Mrd. Kilowattstunden Strom produzieren, kündigte Timm an. Der Kernenergieanteil werde wegen des hohen Anteils des ostdeutschen Braunkohle-Tagebaus nur noch bei etwa 13 % liegen. Die Umsätze der vier Unternehmen addieren sich zurzeit auf einen Außenumsatz von rund 5,1 Mrd. DM (rund 2,61 Mrd. ?).

Rückgang im operativen Geschäft

Für den Hamburger Energieversorger ist das Geschäftsjahr 2000 nach Angaben des Vorstands weitgehend zufrieden stellend verlaufen. So habe sich der Stromabsatz um 71,4 % auf 29,1 Mrd. Kilowattstunden erhöht. Bedingt durch den Preiskampf auf dem deutschen Strommarkt stieg der Umsatz jedoch nur um 11,4 % auf 1,5 Mrd. ?. Timm beklagte vor allem einen starken Ergebnis-Rückgang im operativen Geschäft, das aber immer noch positiv sei. Der gegenüber dem Vorjahr kaum veränderte Jahresüberschuss von rund 64 Mill. ? sei nur durch die Veräußerung der Anteile an der Telefongesellschaft Hansenet entstanden.

Bei den Strompreisen hofft die HEW nach eigenen Angaben auf die Bereinigung des Marktes und den Wegfall von Dumping-Preisen. "Preiserhöhungen und Kostenreduzierungen werden 2001 zu einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis führen", erklärte Timm.

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