Bilanzielle Überschuldung droht
ZDF sieht ohne Gebührenerhöhung rot

Ohne eine Erhöhung der Rundfunkgebühren droht dem ZDF nach den Worten von Intendant Markus Schächter eine bilanzielle Überschuldung.

Reuters FRANKFURT. Eine von einigen Politikern geforderte Nullrunde für die nächste vierjährige Gebührenperiode, die 2005 beginnt, oder eine Verlängerung der laufenden Periode um zwei Jahre, hätten für den öffentlich-rechtlichen Sender dramatische Konsequenzen, sagte Schächter in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "Financial Times Deutschland". "Ich würde darlegen müssen, dass eine bilanzielle Umschuldung auf uns zukommt, die wir ohne dramatische Eingriffe in das Programm und mit Konsequenzen für die Produzentenlandschaft nicht vermeiden könnten", erläuterte Schächter. "Eine Insolvenz lässt schon unsere öffentlich-rechtliche Verfassung nicht zu, aber wir wären auf einer dramatisch schiefen Ebene", fügte er hinzu.

Über eine Erhöhung der Rundfunkgebühren für ARD und ZDF entscheidet die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) Anfang nächsten Jahres. Die öffentlich-rechtlichen Sender fordern Medienberichten zufolge eine Erhöhung der monatlichen Rundfunkgebühr ab 2005 auf knapp 18 ? von derzeit 16,15 ?. Führende Politiker wie der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück (SPD), oder der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatten ein Einfrieren der Gebühren für die nächste Vier-Jahres-Periode gefordert.

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