Bilanzierungsskandale um Enron und Tyco International belasten Börse: Wall Street etwas leichter erwartet

Bilanzierungsskandale um Enron und Tyco International belasten Börse
Wall Street etwas leichter erwartet

Etwas leichter dürften Standardwerte nach Ansicht von New Yorker Händlern am Montag den Handel an Wall Street beginnen.

vwd NEW YORK. Darauf lassen auch die US-Futures schließen: Um 14.45 Uhr MEZ notiert der S&P-500-Future um 0,5 % leichter, der Nasdaq-Future verliert ein Prozent. Grund für die Abschläge sind Händlern zufolge weiterhin die Bilanzierungsskandale um Enron und Tyco International. "Wir befinden uns derzeit in einem Markt mit viel Skepsis und großen Bedenken", sagt Alfred Goldman, Chefanalyst bei A.G. Edwards & Son's.

Tyco hatte jüngst zugegeben, in den vergangenen drei Jahren für insgesamt etwa acht Mrd $ rund 700 Akquisitionen getätigt zu haben, ohne diese je bekannt gegeben zu haben. Auch im Fall Enron reißt der Nachrichtenstrom nicht ab: Der ehemalige Chairman Kenneth Lay hat es mittlerweile abgelehnt, vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Senats auszusagen, der die Vorgänge bei Enron untersucht. Auch aus dem Ausland wird Händlern zufolge wenig Unterstützung erwartet. "Die Börsen in Übersee tragen noch zur Marktschwäche bei", sagt Goldman. "Die ausländischen Börsenplätze tendieren überwiegend schwächer, und auch die Futures bewegen sich im Verkaufsbereich".

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