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Bilanzskandal bei Nortel - Unternehmen gibt Fehler zu - Stellenabbau

Toronto (dpa-AFX)- Der Bilanzskandal beim kanadischen Netzwerkausrüster Nortel Networks Corp. hat am Donnerstag eine neue Wende genommen: Das Unternehmen räumte erstmals offiziell Bilanzfehler ein und entließ mehrere zuständige Mitarbeiter. Zugleich legte Nortel vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2004 vor und kündigte den Abbau von zehn Prozent seiner weltweit rund 35 000 Stellen bis Jahresende an.

Toronto (dpa-AFX)- Der Bilanzskandal beim kanadischen Netzwerkausrüster Nortel Networks Corp. hat am Donnerstag eine neue Wende genommen: Das Unternehmen räumte erstmals offiziell Bilanzfehler ein und entließ mehrere zuständige Mitarbeiter. Zugleich legte Nortel vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr 2004 vor und kündigte den Abbau von zehn Prozent seiner weltweit rund 35 000 Stellen bis Jahresende an.

Wie Nortel in Toronto mitteilte, erreichte der Umsatz im ersten Quartal nach noch untestierten Angaben 2,5 Mrd. $ und im zweiten Quartal 2,6 Mrd. $. Endgültige Zahlen für das Geschäftsjahr 2003 kündigte das Management für Ende des dritten Quartals an.

Behörden Ermitteln Seit Längerem

Die Behörden in Kanada und den USA ermitteln seit längerem gegen das Unternehmen. Der Konzern muss seine Bilanz für die Zeit zwischen 2000 und 2003 nachträglich ändern. Die Führungsspitze von Nortel war wegen des Skandals Ende April zurückgetreten.

Nun seien sieben weitere Mitarbeiter entlassen worden, die "signifikante Verantwortung für die Bilanzierung" auf Geschäfts- und Regionalebene gehabt hätten, teilte Nortel mit. Die Untersuchungskommission setze ihre Arbeit fort.

Positiver Ausblick FÜR 2004

Der Stellenabbau wird Nortel zwischen 300 Mill. und 400 Mill. $ kosten. Umgekehrt belaufen sich die jährlichen Einpareffekte auf 450 Mill. bis 500 Mill. $.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Nortel optimistisch: Die Umsätze entwickelten sich stärker als der Markt, hieß es.

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