Bilanzskandal weitet sich aus
Qwest-Manager haben Millionen abgesahnt

Frühere Manager des US-Telekomanbieters Qwest Communications sollen durch Aktienverkäufe zwischen 1999 und 2001 rund 500 Mill. $ eingenommen haben. Das berichtet die "New York Times" mit Bezug auf den Finanzinformationsdienst Thomson Financial.

tor NEW YORK. Danach hat allein der ehemalige Konzernchef Joseph Nacchio Qwest-Aktien im Wert 227 Mill. $ verkauft. Die Transaktionen fanden genau in dem Zeitraum statt, für den Qwest jetzt Bilanzfehler in Höhe von 1,1 Mrd. $ eingeräumt hat.

Die Aktiengeschäfte der Qwest-Manager dürften bei den Investoren einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Fanden sie doch größtenteils statt, bevor das Unternehmen seine Ergebnisziele verfehlte und der Aktienkurs ins Bodenlose stürzte. Auf ähnliche Weise hatten sich bereits die Manager des Pleite gegangenen Energiekonzerns Enron bedient.

Unterdessen rechnen Beobachter damit, dass die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Untersuchung der Bilanztricks bei dem Telekomkonzern ausweiten wird. "Sie werden bei Qwest alles umkrempeln", sagte Seth Taube, ehemaliger SEC-Ermittler, dem Wall Street Journal. Nach Angaben des Unternehmens sind Umsätze und Ausgaben falsch verbucht worden. Dadurch müssen die Finanzergebnisse korrigiert werden.

Quelle: Handelsblatt

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