Bilanzsumme erstmals über einer Mrd. DM
Gold-Zack will Investmenthaus für den Mittelstand werden

Der Finanzdienstleister Gold-Zack will sich vom Spezialisten für Börsengänge zur Investmentgruppe für mittelständische Unternehmen in Europa entwickeln. Das kündigte der designierte Vorstandsvorsitzende des im M-DAX notierten Unternehmens, Christian Stolorz, am Donnerstag in Düsseldorf an. Angesichts einer Flaute bei den Neuemissionen wolle die Gold AG-Zack vermehrt am Geschäft mit Firmenfusionen und-übernahmen teilhaben.

dpa DÜSSELDORF. "Wir wollen wie Goldman Sachs ein führendes Investmenthaus sein, nur mit Konzentration auf den Mittelstand", beschrieb Stolorz seine Vision. Durch die Übernahme der Altium Capital Gruppe in Großbritannien sowie der niederländischen Greenfield Capital sei mit eigenem Aktienresearch und Fonds-Management auch die Betreuung von Kunden nach dem Börsengang möglich. 2000 steigerte das Unternehmen seinen Jahresüberschuss um 70 Prozent auf 193,2 Mill. DM; die Bilanzsumme wurde mit 1,045 Mrd. DM mehr als verdoppelt. Für das laufende Jahr erwartet Gold-Zack einen leichten Ergebnisrückgang.

Das Geschäft mit Neuemissionen ist seit Dezember vergangenen Jahres nahezu zum Erliegen gekommen, sagte der im Sommer scheidende Vorstandsvorsitzende Dietrich Walther. Wachsende Chancen sieht Gold- Zack jedoch im Geschäft mit Privatplatzierungen, bei denen Unternehmen direkt an institutionelle Investoren vermittelt werden. Unzufrieden zeigte sich Walther, dem 39 Prozent der Unternehmensanteile gehören, mit der Kursentwicklung der Gold-Zack- Aktie. Nach einem Jahreshoch von über 27 Euro lag der Wert an der Frankfurter Börse am Donnerstagmittag bei 9 Euro.

Zu den mehrheitlich zu Gold-Zack gehörenden 27 Seniorenheimen, die von der in Finanznot geratenen Refugium AG betrieben werden, äußerte sich Walther nur vage. Gold-Zack hatte die Pachtverträge mit Refugium gekündigt, nachdem eine geplante Beteiligung an dem Altenheimbetreiber wegen einer Klage von Refugium-Aktionären vorerst gescheitert war. Gold-Zack wolle weiterhin bei Refugium einsteigen, sagte Walther, es gebe jedoch eine Reihe von Interessenten, die die Heime betreiben oder auch kaufen wollten.

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